Hellroter Yixing-Ton, |
![]() Die Darstellung gibt ein südchinesisches
Landschaftsmotiv wieder, das von Wasserflächen geprägt wird: Eine Person überquert im
Vordergrund eine Brücke, links liegt ein Haus zwischen Felsen und Bäumen und vor dem
hügeligen Hintergrund gleiten die Segel dreier Boote auf dem Wasser. Auch die
Größe der
Teekanne läßt auf einen südchinesischen Ursprung für Grüntee oder Oolong-Tee tippen.
Ich fand sie in Hangzhou. |
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| Der Text gibt zwei Zeilen eines ursprünglich vierzeiligen Gedichts
aus der Tang-Dynastie wieder. Die beiden Gedichtszeilen lauten sinngemäß: " Im Bambus-Ofen leuchtet das Feuer rot und das Teewasser kocht; aus der kalten Nacht kommt ein Gast und wird mit Tee anstelle von Wein bewirtet." Der Begriff "Den Gast mit Tee anstelle von Wein bewirten" spielt auf eine Geschichte aus dem chinesischen Klassiker Die drei streitenden Reiche an. Der damalige Herrscher, der fröhliche Gelage mit viel Wein liebt, nimmt hier Rücksicht auf einen seiner geschätzten Beamten, der keinen Alkohol verträgt: Ihm wird auf Geheiß des Herrschers heimlich immer Tee anstelle von Wein in den Becher nachgeschenkt. Zweierlei zeugt bei dieser Teekanne davon, daß hier das Siegel des bekannten Töpfermeisters Shao Jingnan (Schaffenszeitraum 1821-50) unrechtmäßig verwendet oder aber eine seiner Teekannen zumindest nachgeahmt wurde: Die Gedichtszeilen auf der Teekanne sind - gegenüber dem Text des Originalgedichts - mit abweichenden Schriftzeichen wiedergegeben; das wäre im 19. Jh. nicht vorgekommen. Noch eindeutiger aber ist die Art der Schriftzeichen, die hier nicht in die Kanne eingeritzt sondern mit farbigem Ton aufgelegt wurden. Ein solches Verfahren war bei Teekannen noch bis zur Gründung der Volkrepublik 1949 völlig unüblich und zeugt von vereinfachter Herstellung. |
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(Von) Shao (Familienname) Jingnan (Vorname) |