"Garten der schönen Aussicht"
Die Tee-Götter meinen es gut mit mir, denn unweit entfernt von meinem Bambusgarten wurde gerade Deutschlands jüngster China-Garten eingeweiht. Wie in Berlin wurden auch hier alle Einzelteile in China vorgefertigt, in Container verladen und zusammen mit einem Trupp chinesischer Handwerker nach Mannheim geflogen, wo diese dann aus 1100 Tonnen Material ein zweistöckiges Teehaus mit Nebengebäude, Wandelgängen, mehreren Pavillons, Zickzackbrücken und ein kleines Felsgebirge aus Taihu-Steinen schufen. Während der Garten in Berlin dieser Bezeichnung schon durch seine Weitläufigkeit gerecht werden kann, besitzt der flächenmäßig kleinere Garten in Mannheim dafür atmosphärisch mehr Dichte: Der Anblick der Anlage von Westen, die Gestaltung der Dächer, der erstaunlich große Innenhof, eine Schauspielbühne, vor allem aber die Vorliebe der Planer für die vielfach gewundenen Wandelgänge, die alle Gebäude phantasievoll und abwechslungsreich miteinander verbinden, macht Spaß und schafft eine schöne Stimmung. Im Teehaus (dem größten in Europa!) werden rund 30 Teesorten in klassischen Deckeltassen serviert, dazu ein paar chinesische Süßigkeiten und warme gefüllte Teigtaschen (Baozi).

Während der Luisenpark taglich von 9:00 Uhr bis zur Dämmerung geöffnet ist, ist das Teehaus täglich von 13.:0 bis 19:00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 11:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Über Winter (Anfang November bis Ende Februar) ist nur an Sonn- und Feiertagen von 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Und dienstags ist - sehr unchinesisch! - Ruhetag. Ausführliche Infos, auch zu Veranstaltungen vor Ort, bietet die aktuelle Webseite.

Entwurf des chinesischen Gartens in Mannheim


. <= zurück .

 .