Das vietnamesische Teehaus Chén Chè ist die neueste Bereicherung an Lokalitäten für Teetrinker in Berlin.
Das sehr unscheinbare Hintergebäude in der Rosenthaler Straße 13 in Berlin Mitte birgt eine Perle an Ambiente und kulinarischen Genüssen.

Das Erdgeschoss, mit zusätzlichen Sitzmöglichkeiten sowohl im Hof wie im rückwärtigen Bambusgarten, zeichnet sich durch hohe Räumlichkeiten und klassische Möblierung aus. An quadratischen oder langgestreckten Tischen wird all das serviert, was ein ostasiatisches Teehaus zu bieten hat: Eine schöne Auswahl an Dim Sun sowie eine Tageskarte mit Hauptgerichten, die im traditionellen Tonkochtopf oder vietnamesischer Craquelé-Keramik auf den Tisch kommen. Dazu eine feine Auswahl an süßen Köstlichkeiten, alle nach authentischen vietnamesischen Rezepten. Das ist spannend.

Ebenso, was den Tee anbelangt. Das Chén Chè Teehaus legt hier den Schwerpunkt auf reine Blüten- und Früchtetees, beispielsweise einen Ingwertee mit Limette, einen Bittermelonentee oder einen Chrysanthementee. An klassischen Tees wird ein Bio-Sencha, ein Jasmintee sowie ein Pu Erh serviert.

Bei schlechtem Wetter sorgt das schön gestaltete Obergeschoss für ausreichend Platz.
Summa summarum: Ein sehr stimmungsvoller Ort zum Teetrinken inmitten des Trubels von Berlin.

Öffnungszeiten:
Täglich von 12-24 Uhr
www.chenche-berlin.de


Der Berliner Teesalon ist eine wundervolle Adresse zum Kennenlernen und Probetrinken von Tees in Berlin. Für alle Tee-Enthusiasten bietet er eine Verbindung von hervor-ragendem Tee-Angebot, stimmungsvollem Ambiente und Fachkompetenz.
Im Jahr 2000 wählte Thomas Lünser, langjähriger Berliner Teehändler en gros et en détail, ein Haus aus den Gründerstiljahren im Stadtteil Mitte zum neuen Firmendomizil und renovierte es
liebevoll. Als engagierter Teehändler hatte er die wichtigsten Teeanbaugebiete in Asien selbst bereist und dadurch Kontakte geknüpft, die im Laufe der Jahre zu einem überdurchschnittlichen Angebot an Spitzen-Tees führten. Schwerpunkte bilden deshalb chinesische und japanische Grüntees, Oolongs, Pu Errhs und Darjeelings. Eine Teeliste informiert detailliert über die einzelnen Sorten. Passend zur Qualität des Teeangebots ist auch der Umfang an Tee-Keramiken. Neben chinesischem Porzellan, Yixing-Tonwaren und japanischen Gusseisenkannen (die in Japan zum Wasserkochen und nicht zur Teezubereitung dienen) finden sich auch die taiwanesische Yingko-Keramik und das japanische Raku. Selbst massive Tee-Tische aus dem Holz der Taiwan-Zeder sind erhältlich.
Der Berliner Teesalon wird heute von Kristine Mager, der Ehefrau von Thomas Lünser geleitet, ebenfalls langjährige Teehändlerin und ebenso engagiert wie der Firmengründer. An den beiden Tischen im Teesalon wird jeder der im Verkauf befindlichen Tees ausgeschenkt. So kann man vor dem Kauf erst einmal probieren und von der Inhaberin noch manche Information erhalten. Doch der Berliner Teesalon bietet noch mehr. Regelmäßig werden Fachvorträge mit Tee-Verkostung angeboten und die Mitgliedschaft im hausinternen Berliner Teeclub sichert neben weiteren Sonderveranstaltungen sogar noch einen Preisvorteil von 10%! 

Öffnungszeiten:     Mo-Fr  10:00 - 19:00 Uhr
                                
    Sa  10:00 - 16:00 Uhr

(Aktuelle Informationen unter
www.tee-import.de)


Die Tadschikische Teestube ist für Uneingeweihte kaum zu finden. 1974 wurde die Inneneinrichtung des Sowjetischen Pavillons nach Beendigung der Leipziger Messe an die "Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft" weitergereicht. Die integrierte das ungewöhnliche Geschenk in ihre Räumlichkeiten im 1. Stock des Palais am Festungsgraben (Hinter der Neuen Wache, Unter den Linden). Einige Jahre nach der Auflösung der Gesellschaft wurden die Räumlichkeiten dann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Und das ist gut so. Denn hier bietet das Teetrinken viele Überraschungen. Im Dämmerlicht lagert man zwischen Sandelholzsäulen auf Teppichen und dicken Sitzkissen um niedrige Teetische herum und hat bei der Teekarte die Qual der Wahl: Die Auswahl ist reichhaltig und phantasievoll, so wird auch ein "Beduinentee" mit Minze, eine "Kanadische Spezialität" mit Ahornsirup und eine "Russische Teezeremonie" mit Wodka und eingelegten Rosinen angeboten. Sogar eine original Samowar-Teerunde (mit Holzkohle - nicht elektrisch!) ist ab 20 Personen vorbestellbar. Das Ganze wird durch eine schöne kleine Speisekarte abgerundet, deren Schwerpunkt ebenfalls auf russischen Spezialitäten liegt. Das ist spannend. Eine Reservierung ist im Hinblick auf die wenigen Plätze immer sinnvoll.

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 17-24 Uhr
Sa, So + Feiertage 15-24 Uhr


"Garten des wiedergewonnenen Mondes". Im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin-Beijing hat man im Jahr 2000 im Erholungspark Marzahn den augenblicklich größten Chinagarten Europas fertiggestellt. Auf 2,7 Hektar Gelände gruppieren sich mehrere Gebäude um einen weitläufigen See, der von sprudelnden Quellen und einem Wasserfall gespeist wird. Bambus, Weiden und Taihu-Steine sind reichlich vorhanden und vor kurzem wurden sogar noch einige überdachte Wandelgänge hinzugefügt. Den Mittelpunkt des Gartens bildet das Teehaus mit seiner großen Terrasse am Seeufer. Die Liste der angebotenen China-Tees ist lang und für Deutschland sicherlich einzigartig. Alle Tees werden in der klassischen Deckeltasse mit einer Thermoskanne heißem Wasser zum Nachgießen serviert. Dazu gibt es chinesisches Gebäck und manchmal sogar frische Baozi - wahrhaft chinesische Verhältnisse!  
(Aktuelle Informationen unter
www.china-teehaus.de)


Café im Literaturhaus. Man glaubt es kaum: Nur wenige Schritte entfernt vom quirligen Ku'damm befindet sich eine Oase der Ruhe. Und eine sehr stilvolle dazu! Umgeben vom Grün einer Gründerzeitvilla hat sich das Berliner Literaturhaus hier eingerichtet, mit einer Buchhandlung im Souterrain und: Einem feinen Café auf der Belle Étage! Vor allem sein Wintergarten ist da ein Ort zum Träumen: Im Sommer spendet ein großer Baum seinen kühlenden Schatten und im Winter blickt man melancholisch zum Glasdach hinaus. Zwei Grüntees sind im Angebot (leider hat man den aromatischen vietnamesischen vor kurzem durch einen Sencha ersetzt), dazu Darjeeling und Earl Grey, und selbstverständlich wird alles als loser Tee frisch aufgebrüht. In Verbindung mit einer feinen Speisekarte ist hier einer meiner Lieblingsplätze im Moloch Berlin: Schreiben, lesen - das Leben genießen. Was wollen wir mehr!  
(
Aktuelle Informationen unter www.literaturhaus-berlin.de)



 

Café Einstein. Einst diente es als Fabrikanten-Villa, dann als luxuriöses Spielcasino und in den 20er Jahren schließlich als Wohndomizil des UfA-Stummfilmstars Henny Porten: Das heutige Stammhaus des Café Einstein in der Kurfürstenstraße Nr. 58. Unter all den Berliner Cafés findet sich nur noch hier Raum und Weite und jene altehrwürdige Caféhaustradition, wie man sie von Wien und Paris her kennt. Vier große miteinander verbundene Räume mit Lederbänken und Marmortischen bilden ein großzügiges Ambiente unter Stuck und Spiegelwänden. Gespeist wird im getäfelten Séparée und für den Sommer steht hinter dem Haus noch ein großer Garten zur Verfügung. Ein Ort zum Wohlfühlen - eindeutig das schönste Kaffeehaus in Berlin.
D
ie Teekarte ist da über die Jahre leider sehr zusammengeschrumpft, so dass jetzt nur noch ein Darjeeling, Ceylon, Earl Grey, und Grüntee zu finden sind. Das ist bedauerlich, aber wir wollen nicht mäkelig sein: Hier entschädigt das Ambiente - und der frische Apfelstrudel vom Blech (ich behaupte: der beste der Stadt!), der täglich um 15.00 Uhr noch warm angeliefert wird. Da heißt es pünktlich sein! 
(
Aktuelle Informationen unter www.cafeeinstein.com)


Am Potsdamer Platz ist die 
Tea-Lounge des Hotels Ritz-Carlton den ganzen Tag über geöffnet. Auf bequemen Sofas und in schweren Fauteuils kann man im abgeschirmten hinteren Bereich des Erdgeschosses unter einer großen Auswahl von Ronnefeldt-Tees wählen. Unter den Grüntees sind ein Gyokuro und der Formosa Pi Lo Chun erwähnenswert, unter den Schwarztees die Darjeelings. Zwischen akantusgeschmückten Säulen und Palmen ist man hier dem Trubel der Umgebung enthoben.
Nachmittags von 14:00 - 18:00 Uhr wird der Classic Afternoon Tea serviert: Zum gewählten Tee werden herzhafte oder süße Kleinigkeiten auf einer Etagere gereicht. Richtig oppulent gerät das Ganze samstags, wenn ein "Schokoladen Afternoon Tea" angeboten wird. Zur befriedigend großen 1-Liter-Teekanne wird von den Patissiers des Hotels dann ein Aufsehen erregendes Buffet mit lauter Raffinessen geboten, auf denen die Maîtres Chocolatier Auge und Gaumen mit hinreißenden Kompositionen verführen. Confiserie vom Feinsten! Und obwohl ich als Schokoholic in Sachen Schokolade schon weit herumgekommen bin, kann ich versichern: Noch nirgendwo habe ich eine bessere Tarte au Chocolat gegessen. Volle vier Stunden kann man hier in Muße seinen Gelüsten frönen - und es wird bestimmt nicht langweilig!
Für das normale Kännchen Tee werden 9 € berechnet. Den Classic Afternoon Tea bietet man für 20 € pro Person und für das Buffet des "Schokoladen Afternoon Tea" werden 32 € erhoben. Zu Recht.
(Aktuelle Informationen unter www.RitzCarlton.com)


     Blick in die Eingangshalle.

     Die Lichtkuppel in der Eingangshalle.
 

"Das Adlon" - damit ist eigentlich alles gesagt. 1907 erfüllte sich der Berliner Hotelier Lorenz Adlon seinen Traum vom eigenen First-Class-Hotel und schuf damit das schönste und luxuriöseste Hotel seiner Zeit. So luxuriös, dass selbst Kaiser Wilhelm II. von seinem nahe gelegenen Stadtschloss regelmäßig zu Besuch kam. Doch wo einst Europas Könige abstiegen, der Zar eine Suite belegte und sich Rockefeller und der Maharadscha von Patiala vergnügten - es ist nicht mehr. In den letzten Kriegstagen 1945 ausgebrannt und der verbliebene Rest zu DDR-Zeiten abgerissen, erhebt sich das heutige Adlon zwar mit historischer Fassade am gleichen Platz, hat ansonsten aber nichts mehr mit seinem Vorgänger gemein. Der "Glanz von damals" ist dahin, die neue Lobby zwar weitläufig aber doch eher nüchtern-modern, daran ändern auch eine vergoldete Glaskuppel, Harfenklang und der Pianist am Steinway-Flügel nichts. Auch die beiden schönen Wintergärten stehen leider nach wie vor nur für interne Festlichkeiten zur Verfügung. Doch der Tee ist trinkbar und verdient Erwähnung. Elf Sorten Ronnefeldt-Tee werden mit einem zusätzlichen Kännchen heißen Wasser und Konfekt angeboten. Für 11,50 € findet sich da unter anderem ein guter Darjeeling (Jungpana Second Flush) und ein edler Gyokuro. Und noch etwas findet sich bei diesen Preisen immer: Ein freier Tisch.
(
Aktuelle Informationen unter www.hotel-adlon.de)
  


Bei Tee Tea Thé in der Goltzstraße in Schöneberg handelt es sich um einen Teesalon mit Teegeschäft, der jeden Tag ein Frühstücks- und Brunch-Buffet bietet. In dem größeren Raum zur Straße oder im kleineren rückwärtigen, der mit Korbstühlen ausgestattet ist, findet sich immer ein Platz. Das Teegeschäft besteht seit 1997 und wird von den Inhabern Robert Scholz und Frank Steiger geleitet. Schwerpunkt des Teeangebots bildet die vollständige Produktpalette von Ronnefeldt, dazu Grüntees der japanischen Firmen Kyoko und Keiko, sowie Schwarztees von Pure-Tea und Dethlefsen&Balk aus Hamburg. Insgesamt werden so rund 75 Schwarztees und 35 Grüntees angeboten, die auch alle im Ausschank sind.
Öffnungszeiten: Mo - Sa 9:00 - 20:00
So 10:00 - 20:00

 

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