Dies
ist Teil 4 :
|
|
Verwendete Symbole : |
|
Die bibliographischen Angaben stammen aus Sekundärliteratur |
A* Die so gekennzeichneten Publikationen werden auch bei Jürgen C. Aschoff detailliert besprochen |
Die bibliographischen Angaben sind den Original-Publikationen entnommen |
|
1976 Im Februar stirbt der chinesische Premierminister Zhou Enlai. Als sich daraufhin öffentliche Proteste gegen die Parteipolitik häufen, wird hierfür Deng Xiaoping, stellvertretender Vorsitzender der Kommunistischen Partei, von der Parteilinken verantwortlich gemacht und auf einer Wandzeitung als "oberster Parteimacher auf dem kapitalistischen Weg" bezeichnet. Deng hatte sich im Vorjahr u.a. darüber beschwert, dass an den Universitäten aus Angst vor ultra-linken Nachstellungen und Bezichtigungen nicht mehr wissenschaftlich gearbeitet würde. Er wird daraufhin im April aus allen politischen Ämtern entfernt. Neuer Premierminister wird Hua Guofeng, ein enger Vertrauter Maos. Am 9. September stirbt Mao Zedong. Hua Guofeng sorgt mit einer sofortigen Inhaftierung der sogenannten "Viererbande", der ultralinken Gruppe um Maos Ehefrau Jiang Qing, für eine Sensation, die von der chinesischen Bevölkerung einhellig gebilligt - ja gefeiert wird. Die "Kulturrevolution", die China zehn Jahre lang gelähmt und ins Chaos gestürzt hat, wird als beendet erklärt. China startet in eine Phase der Neuorientierung. |
| 1976 | ist Pierre Stephen
Robert Payne
(*1911; |
| . | Publikation: | ● | . |
| . |
![]() |
Robert Payne Holt, Rinehart and Winston, New York 1977 Mit 25 Abbildungen. 276 Seiten ISBN: 0-03-022886-7 [Sehr aufmerksamer und wacher Reisebericht unmittelbar nach dem Sturz der Viererbande.] |
|
| 1976 | knüpft der Schwede Jan Myrdal (*1927; biografische Angaben) an eine Reise an, die er vor 17 Jahren im Pamir krankheitsbedingt abbrechen musste. Damals war er zusammen mit seiner Frau in einem 2 CV rund 38.000 Kilometer von Schweden bis ins afghanische Gebiet westlich des Pamir vorgedrungen, um die Seidenstraße zu erkunden. Nun befindet er sich auf der östlichen Seite, in Taschkurgan, der westlichsten Stadt der Provinz Xinjiang und somit am allerwestlichsten Zipfel der Volksrepublik China. Über die nördlichen Oasenstädte der Takla Makan geht es mit dem Auto nach Osten, durch das Ili-Gebiet, den Gansu-Korridor bis zum Eisenbahnknotenpunkt Baoji, von dort aus in die Provinzhauptstadt Chengdu, den Yangzi hinunter bis Wuhan. |
| . | Publikation: | ● |
Sidenvägen. En resa från Höga Pamir och Ili genom Sinkiang och Kansu. |
. |
| . |
![]() |
Jan Myrdal P. A. Norstedt & Söners Förlag, Stockholm 1977 Mit 28 Bildseiten. 387 Seiten ISBN 91-1-771512-1 (Deutsche Erstausgabe:) |
|
| . | Die Seidenstrasse |
. |
| . | F. A. Brockhaus, Wiesbaden 1981 Mit zwei Karten. 325 Seiten ISBN 3-7653-0333-X [Die äußere Reise dient dem Autor auf weiten Strecken, um über gesellschaftliche, historische und politische Themen zu reflektieren.] |
|
| 1976 - 80 | ist Erwin Wickert
(*1915, |
| . | Publikation: | ● | . |
| . | Erwin Wickert Deutsche Verlags-Anstalt GmbH, Stuttgart 1982 Mit 2 Karten. 511 Seiten ISBN: 3-421-06092-4 [Ein ausgezeichnetes Buch über die Jahre nach Maos Tod, interessant und versiert geschrieben, mit feinem Humor und stilistischem Gespür. Ein sinophiler Lesegenuss!] |
|
|
1977 Nachdem Hua Guofeng auch zum Parteivorsitzenden ernannt wird, rehabilitiert er Deng Xiaoping am 22. Juli 1977. Deng wird in alle seine politischen Ämter wieder eingesetzt; er ist somit u. a. stellvertretender Vorsitzender der Kommunistischen Partei, erster Stellvertreter des Staatsratsvorsitzenden und stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsrates. Aus der zweiten Reihe heraus wird er der Mann sein, der Chinas Geschichte die nächsten 20 Jahre maßgeblich bestimmt. Jede Reise für ausländische Gruppen oder Einzelbesucher wurde bisher von einem chinesischen Reisebegleiter angeführt, der offiziell als Dolmetscher fungierte, jedoch immer auch ideologisch geschult war und als eine Art Aufpasser fungierte. Mit der einsetzenden Liberalisierung in China und der Öffnung für den internationalen Massentourismus (1978 werden es rund 125.000 sein) wird diese Handhabung aufgegeben. Ein freieres Reisen setzt ein. Der bisher als Gast geführte Besucher wird nun auch in China mehr zum devisenbringenden Touristen. |
| 1977 | reist der deutsche Publizist Heinz Ludwig Arnold (*1940; biografische Angaben) mit einer Gruppe von Studenten und Lehrern vom 21. März bis zum 9. April durch die Volksrepublik China, um Fabriken und Volkskommunen, Universitäten und Schulen, Arbeitersiedlungen, Kindergärten und andere kulturelle Einrichtungen zu besichtigen. Von Hong Kong aus geht es über Guangzhou, Shanghai und Nanjing nach Beijing. |
| . | Publikation: | ● | . |
| 1977 | reist der Franzose Louis Michel Meiner mit einer Reisegruppe durch China, besichtigt Kommunen, Fabriken, Krankenhäuser und die üblichen touristischen Sehenswürdigkeiten. Von Beijing aus führt das Programm erst nach Xian, dann nach Shanghai und schließlich nach Guangzhou. |
| . | Publikation: | ● | . |
| . |
![]() |
Louis Michel Meiner Éditions Klincksieck, Paris 1978 Mit 10 Abbildungen. 168 Seiten |
|
| 1977 - 79 | hält sich der kanadische Journalist John Anderson Fraser (*1944; biografische Angaben) als Vertreter der kanadischen Zeitung Globe and Mail in Beijing auf. Sein Vorgänger war von den chinesischen Behörden wegen allzu kritischer Berichterstattung ausgewiesen worden, nun kann Fraser eine Phase der Liberalisierung nutzen, um recht frei und ungehindert über die sich vollziehenden politischen und gesellschaftlichen Änderungen in der Volksrepublik zu berichten. Hautnah erlebt er den Beginn und das Ende der "Mauer der Demokratie" in Beijing mit, bereist Lhasa und Qingdao. |
| . | Publikation: | ● | . |
| . | John Fraser Summit Books, New York 1980 463 Seiten ISBN; 0-671-44873-0 (Deutsche Erstausgabe:) |
|
| . | Die neuen Chinesen. Wie die Menschen nach Mao leben, denken, empfinden, handeln. |
. |
| . | Scherz Verlag, Bern und München 1981 319 Seiten ISBN 3-50216235-2 [Weniger ein Reisebericht im klassischen Sinne, als eine schöne differenzierte und erhellende Betrachtung dieses wichtigen Zeitabschnitts der chinesischen Geschichte vor Ort.] |
|
| 1977 - 80 | verbringt Herbert Kremp (*1928; biografische Angaben) als Chefkorrespondent der Tageszeitung Die Welt insgesamt vier Jahre in Peking. Es ist die Nach-Mao-Zeit, in der Deng Xiaoping China auf Reformkurs bringt, die Zeit, in der sich China dem Westen gegenüber zu öffnen beginnt. Sensibel und aufmerksam sieht sich Kremp um, reist durch China und die umliegenden asiatischen Länder. Für einen der atmosphärisch dichten Texte wird ihm 1978 der Theodor-Wolff-Preis verliehen. |
| . | Publikation: | ● | . |
| 1977 - 80 | arbeitet Yvonne Mäder-Bogorad (biografische Angaben) zusammen mit ihrem Ehemann in Beijing. Mit hochgesteckten Erwartungen hat sich die Schweizerin nach der Öffnung Chinas um eine Stelle als Lektorin beim Verlag für fremdsprachige Literatur beworben, "einerseits aus Abenteuerlust und andererseits aus unserem Glauben an den Sozialismus." Aufgeschlossen bemüht sich sie um Kontakt zu ihren chinesischen Arbeitskollegen, doch deren gesellschaftliches Trauma aus 20 Jahre politischem Zick-Zack-Kurs sitzt tief. Die ausländischen 'Experten' bleiben weitestgehend isoliert und als sich das Ende der Liberalisierungswelle abzuzeichnen beginnt, reisen die Eheleute wieder in die Schweiz zurück. |
| . | Publikation: | ● | . |
| . | Yvonne Mäder-Bogorad Leonis-Verlag AG, Zürich 1985 Mit 16 Fotografien. 216 Seiten ISBN: 3-7210-0181-8 [Sehr bedachte, feinsinnige und nuancierte Schilderung des chinesischen Alltagslebens und der gesellschaftlichen Stimmung in China kurz nach dem Sturz der Viererbande.] |
|
|
1978 Mit
Deng Xiaoping als 'Grauer Eminenz' setzt ein politischer wie sozialer Umbruch in China
ein. Sein berühmter Satz „Es spielt keine Rolle, ob die Katze
schwarz oder weiß ist, solange sie Mäuse fängt, ist sie eine gute
Katze.“ führt zu einer
liberalen Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik Die nun propagierten "Vier
Modernisierungen" - eine Antithese zu Maos kollektiver Askese -
fordern die Bevölkerung jetzt auf, dass China nur durch persönlichen
Unternehmungsgeist zu Größe und Einfluss kommen könne. Es entsteht der
Begriff der "sozialistischen Marktwirtschaft". In Dengs Rede
finden sich keine der gewohnten
Losungen von Klassenkampf und Revolution aus Maos Epoche. Deng wird die Kulturrevolution
später verurteilen und fordern, dass die ökonomische Entwicklung die
Hauptaufgabe für die Partei werden müsse. Doch auch Deng hütet sich vor einer "Entmaoisierung" der chinesischen Geschichte. Zu stark ist die Glaubwürdigkeit der Kommunistischen Partei mit ihrem einstigen Führer verbunden. So kann man eher von einem "Schrumpfungsprozess" sprechen, der in der offiziellen Verlautbarung gipfelt: "70% von Maos Handeln war gut für China, 30% war schädlich." In kleiner Runde fällt später eine Aussage Dengs über Maos Mausoleum: "Der Bau der Gedenkhalle war unpassend, ihr Abriss wäre es ebenso." Ab März ist es für Chinesen möglich, an einer öffentlichen Ziegelmauer entlang der Hauptverkehrsstrasse Chang'an im westlichen Teil Beijings private Wandzeitungen zu plakatieren, die sich kritisch mit politischen Themen befassen. International erhält die Mauer schnell die Bezeichnung "Mauer der Demokratie". Hauptsächlicher Inhalt dieser dazibao (Wandzeitungen) ist die Verurteilung der Verfolgungen während Maos Kulturrevolution und die Forderung nach Menschenrechten und Demokratie. |
| 1978 | bereist Hansjosef Theyßen (*1924; biografische Angaben) die Volksrepublik. Von Peking aus geht es mit der Eisenbahn nach Shijiazhuang, der Hauptstadt der Provinz Hebei. Dann mit dem Flugzeug tief in den Süden nach Nanning, in der Provinz Guangxi. Immer auch mit einem Blick auf die Missionstätigkeiten der Kirche besucht er Kanton [Guangzhou] und dessen Umgebung, bevor die Ausreise nach Hongkong erfolgt. |
| . | Publikation: | ● | . |
| 1978 | "Wir waren im
Herbst 1978 angekommen, just in dem Augenblick, in dem zum erstenmal seit
30 Jahren sich die Menschen sicher genug fühlten, um auch zu Fremden
freimütig über das zu sprechen, was in den vergangenen Jahrzehnten
geschehen war." Und nur wer jenen chaotischen Zeitabschnitt
Chinas kennt, kann ermessen, was das bedeutet. So nutzen Arthur Miller
(*1915, |
| . | Publikation: | ● | . |
| . |
![]() |
Inge Morath, Arthur Miller Farrar, Straus & Giroux, New York 1979 255 Seiten 0-374-12208-3 (Deutsche Erstausgabe:) |
|
| . | In China |
. |
| . | Reich Verlag AG, Luzern 1979 Mit zahlreichen Fotografien von Inge Morath. 255 Seiten ISBN 3-7243-0171-5 |
|
| 1978 | bereist Theo Sommer (*1930; biografische Angaben), Chefredakteur der ZEIT auf Einladung der chinesischen Volkszeitung und zusammen mit einer zehnköpfigen Gruppe leitender deutscher Chefredakteure die Volksrepublik China. Der neue politische Wind unter Deng Xiaoping öffnet dem Westen nicht nur die Tür - er importiert ihn geradezu. In nur 15 Tagen (8.-23. Oktober) absolviert die Gruppe einen wahren Reise-Marathon von allein 16.000 (Flug-)Kilometern: Vom nördlichen Beijing bis zum tropischen Ping Xiang an der Grenze zu Vietnam, von Shanghai am Ostchinesischen Meer bis zu den Felsenhöhlen von Dunhuang am Rande der Wüste Takla Makan. Als "die Blumen vom galoppierenden Pferd aus bewundern" bezeichnet Sommer das vollgestopfte Besichtigungsprogramm deshalb auch humorvoll. |
| . | Publikation: | ● |
Die chinesische Karte. Neunhundert Millionen auf dem Weg zum Jahr 2000. |
. |
| . |
![]() |
Theo Sommer R. Piper & Co. Verlag, München 1979 Mit einer Karte. 329 Seiten ISBN: 3-492-02505-6 [Kurze Reiseimpressionen mit längeren historischen Einschüben und der Wiedergabe der geführten Gespräche mit offiziellen chinesischen Stellen.] |
|
| 1978 | nehmen Jörg (*1939) und Ulla Nimmergut im Frühjahr an einer Gruppenreise durch die Volksrepublik teil. Mit dem Flugzeug treffen sie in Beijing ein und fliegen dann weiter in den Süden Chinas, nach Nanning und Canton [Guangzhou]. |
| . | Publikation: | ● | . |
| 1978 | startet die Berlinerin Hildegard Schütze zu ihrer zweiten Ostasienreise. Mit der Transsibirischen Eisenbahn geht es bis zur chinesischen Grenzstation Manchouli [Manjur]. Dort wird die deutsche Reisegruppe vom chinesischen Reiseveranstalter Lüxingchen in Empfang genommen und vier Wochen lang durch Nordchina geführt. Besichtigt werden die Städte Harbin, Changchun, Shenyang und Beijing. Die Rückreise durch die Mongolische Volksrepublik erfolgt über Erlian / Eren Hot, dem chinesisch/mongolischen Grenzbahnhof, wo alle Eisenbahnwagons auf breitere Fahrgestelle für die Spurweite der Transmongolischen Eisenbahn umgesetzt werden müssen. |
| . | Publikation: | ● | . |
| . |
![]() |
Hildegard und Karl-Robert Schütze Verlag Karl-Robert Schütze, Berlin 1980 Mit zahlreichen Abbildungen. 212 Seiten und Anhang |
|
|
1979 wird von China eine international verbindliche Lautumschrift für die chinesischen Schriftzeichen eingeführt, das Pinyin. Aus Peking wird so Beijing und Mao Tse-tung schreibt sich nun Mao Zedong. Am 1. Januar wird die Volksrepublik China von den USA diplomatisch anerkannt. Erster amerikanischer Botschafter in Peking wird Leonard Woodcock. Eine weitere bedeutende Neuerung, die maßgeblich von Deng Xiaoping veranlasst und gefördert werden, sind die Sonderwirtschaftszonen, die ab diesem Jahr in zunächst vier Küstenstädten eingerichtet werden. Sie stellen die Umkehrung von Maos Autarkiepolitik dar; gleichzeitig erlauben sie der chinesischen Wirtschaft, ausländische Investitionsgüter und Know-How zu importieren und eigene Produkte zu exportieren, womit die Zahlungsbilanz durch die Importe weniger belastet wird. Die Firma Coca-Cola erhält die Erlaubnis, ihre Produkte nun auch in der Volksrepublik vertreiben zu dürfen. In Shanghai wird daraufhin die erste Abfüllanlage errichtet. Um den Namen in der chinesischen Aussprache möglichst ähnlich zu gestalten, wählt man kĕ kǒu kĕ lè. Die für das Logo verwendeten vier Schriftzeichen bedeuten "Schmeckt gut, schmeckt glücklich". Nachdem auf den privaten Wandzeitungen in Beijing (dazibao) auch immer mehr Kritik an Deng Xiaoping geäußert wird, greifen die offiziellen Stellen ein und verbieten das freie Plakatieren ab März 1979. Erste westliche Touristen erhalten (für horrende Gebühren) wieder Einreisevisa für Tibet. |
| 1979 | unternimmt der Teehändler Arend Vollers (*1932; biografische Angaben) wieder eine seiner regelmäßigen Reisen nach China. In der ostchinesischen Provinz Jiangsu besucht er rund um den Tai-See die Städte Wuhsi [Wuxi] und Ihsing [Yixing], interessiert sich dort für die geschätzten Yixing-Teekannen, fährt weiter nach Soochow [Suzhou], in dessen Region der berühmte Grüntee Bi Luo Chun angebaut wird, besucht Shanghai, Nanking [Nanjing] und schließlich Peking [Beijing] im Norden. Für seine Firma, das deutsche Teehandelshaus Paul Schrader & Co., geht es dann noch einmal tief hinunter in den Süden nach Kanton [Guangzhou] und auf die Insel Hainan, wo große neue Teeanbaugebiete entstehen. |
| . | Publikation: | ● | . |
| . |
![]() |
Arend Vollers Eigenverlag, Bremen 1979 Mit dem Portrait des Verfassers, zahlreichen Abbildungen und einer Karte. 72 Seiten [Eine schöne kleine teeophile Broschüre.] |
|
| 1979 | nimmt die
französische Schriftstellerin Anne Philipe (*1917, |
| . | Publikation: | ● | . |
| . |
![]() |
Anne Philipe Éditions Gallimard, Paris 1980 129 Seiten |
|
| 1979 | erhält die amerikanische Fotografin Audrey Roning Topping als erste westliche Besucherin von der chinesischen Regierung die Erlaubnis nach Lhasa zu reisen und dort für die New York Times ausführlich im Potala-Palast, im Jokhang-Tempel und im Drepung-Kloster zu fotografieren. Mit ihrem Ehemann fliegt sie von Xinjiang aus über das Kunlun-Gebirge in die tibetische Hauptstadt. |
| . | Publikation: | ● |
The Splendors Of Tibet |
. |
| . | Audrey Ronning Topping SINO Publishing Company, New York 1980 Mit zahlreichen Fotografien und einer Karte. 192 Seiten ISBN 0-86519003-8 [Aus heutiger Sicht wirkt der Buchtext unreflektiert bis parteigängerisch. Der Besuch eines chinesischen "Revolutions-Museums" in Lhasa, in dem 106 lebensgroße Tonfiguren das Elend und die Unterdrückung der tibetischen Sklaven aufwändig darstellen, wird ausgiebig wiedergegeben. Ein Nachbarschaftskomitee und eine Volkskommune werden besucht und positiv dargestellt, ein chinesischer Verlag besorgt schließlich die Herausgabe des Buch in Amerika. Vielleicht berechtigte die damalige aufsehenerregende Wendung in der chinesischen Politik dazu, alles in einem positiven Licht zu sehen. Das ungewöhnlich umfangreiche, wenn auch mitunter qualitativ mangelhafte Bildmaterial bildet den bleibenden dokumentarischen Wert dieses Buches.] |
|
|
1979 1980
|
erfüllt sich für
die Frankfurter Floristin und Gartenliebhaberin Marianne
Beuchert (biografische
Angaben) ein lang ersehnter Traum: Sie kann endlich nach China reisen!
Nachdem sie zuvor die chinesische Botschaft in Bonn ebenso beharrlich
wie vergeblich wegen eines Einzelvisums bestürmt hatte, gelingt ihr nun
das Kunststück, die Chinesische Gartenbauverwaltung in Peking [Beijing] für ihre
Person zu interessieren - und schließlich auch in deren Namen eingeladen zu
werden! Bis |
| . | Publikation: | ● | . |
| 1979 - 80 | nimmt die Amerikanerin Vera Schwarcz (*1947; biografische Angaben) am ersten amerikanisch-chinesischen Lehrer-Austauschprogramm teil. Trotz der offiziell ausgerufenen Liberalisierung Chinas erfährt die Autorin in Beijing schnell die für Ausländer gezogenen äußeren Grenzen wie auch die inneren Vorbehalte der Chinesen. In den Sommerferien nimmt sie an einer von der Universitätsleitung organisierten dreiwöchigen Reise durch die Innere Mongolei nach Dunhuang und Ürümqi teil. Von dort aus schließt sie eine private Reise an und fährt alleine erst per Zug nach Xian, dann über Chengdu nach Chongqing und nimmt von dort das Schiff den Yangzi flußab bis Wuhan. Über Changsha besucht sie Shaoxing, den Geburtsort Lu Xüns, und reist über Shanghai nach Beijing zurück. |
| . | Publikation: | ● | . |
| . |
![]() |
Vera Schwarcz Yale University Press, New Haven and London 1984 Mit 34 Abbildungen und einer Karte. 284 Seiten ISBN 0-300-03009-6 |
|
|
1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 |
kommt das
amerikanische Juwelier-Ehepaar Frederick und Eileen Fisher zum ersten
Mal in die Volksrepublik China. Sie haben sich von der China National
Arts and Crafts Import and Export Company, Beijing Jewelry Branch eine
geschäftliche Einladung ausstellen lassen, um so ihre beruflichen Einkäufe
mit einem individuellen Reiseprogramm kombinieren zu können. Als Inhaber von
vier Juweliergeschäften im amerikanischen Bundesstaat Arizona interessieren
sie sich für chinesisches Kunsthandwerk wie Jade-, Holz- und
Lackschnitzerei. Von
Beijing aus fliegen sie zuerst nach Shanghai, um
Süßwasserperlen einzukaufen, dann folgen Stationen in Wuxi,
Suzhou, Hangzhou,
Guilin und Guangzhou. |
| . | Publikation: | ● |
China Adventures. How to travel, do business and have fun in China. |
. |
| . |
![]() |
Frederick Fisher New World Press, Beijing 1986 Mit 16 Abbildungen. 298 Seiten ISBN 0-83511661-1 |
|
|
1980 Nachdem man Premierminister Hua Guofeng unterstellt, er strebe als "weiser Führer Chinas" einen ähnlichen Personenkult wie Mao an, muss er sein Amt an Zhao Ziyang abgeben. Die chinesische Regierung streicht die so genannten "vier großen Freiheiten" aus der Verfassung: «... frei zu reden, seine Meinung uneingeschränkt zu sagen, große Diskussionen zu führen und Wandzeitungen (dazibao) zu schreiben.» |
| 1980 | wird der Jurist und Zeichner Paul Erni (*1917; biografische Angaben) zusammen mit einem befreundeten Agro-Wissenschaftler von der "Gesellschaft des chinesischen Volkes für die Freundschaft mit dem Ausland" nach China eingeladen. Nach dem Besuch von Beijing und Xian schließt sich eine zehntägige Reise nach Tibet an. Mit einem zweimotorigen Focker-Hochdecker geht es somit von Chengdu nach Lhasa. Die Rückreise von Chengdu führt noch über Guilin und Guangzhou. |
| . | Publikation: | ● | A* |
| . |
![]() |
Paul Erni Fretz Verlag, Zürich 1981 Mit 17 Farb- und 47 s/w-Zeichnungen des Verfassers sowie einer Karte. 143 Seiten ISBN: 3-85692-001-3 [Durch seine schönen Zeichnungen ein bibliophiles Buch.] |
|
| 1980 | unternimmt die Berlinerin Hildegard Schütze ihrer dritte Reise nach China. Nachdem sie zwei Jahre zuvor den Norden erkundet hat, widmet sie sich nun dem Süden. Von Hongkong aus gelangt sie mit einer Reisegruppe per Bahn nach Guangzhou und fliegt nach Kunming, der Hauptstadt der Provinz Yunnan. Weitere Stationen bilden Chengdu und Chongqing, von wo aus die klassische Flussfahrt durch die Schluchten des Yangzi bis Wuhan unternommen wird. Mit der Eisenbahn geht es dann abschließend nach Beijing. Mit der Liberalisierung des Landes, der neuen Marktwirtschaft und dem zunehmenden Tourismus nach Maos Tod bemerkt die Autorin auch deutliche Veränderungen: Wurden Touristen in den 70er Jahren noch stolz die Errungenschaften des Sozialismus anhand von politischen Vorträgen und Werksbesichtigungen vorgeführt, so hat nun eher der Verkauf von Souvenirs Vorrang und Touristen können (speziell für sie inszenierte) folkloristische Veranstaltungen buchen. |
| . | Publikation: | ● |
Durch den Süden Chinas. Mit Flugzeug, Eisenbahn und Flussdampfer. |
. |
| . |
![]() |
Hildegard Schütze Verlag Karl-Robert Schütze, Berlin 1980 Mit zahlreichen Abbildungen. 192 Seiten und Anhang |
|
| 1980 | hat der amerikanische Anthropologie-Student Steven W. Mosher (*1948; biografische Angaben) seine einjährige Feldstudie in Südchina als erster Student der Stanford-University abgeschlossen. Nun plant er eine Überlandreise durch die südchinesischen Provinzen bis hinauf nach Chengdu in Sichuan im eigenen Auto. Die ihm behördlich genehmigte Reise stellt trotz der fortschreitenden Liberalisierung nach Maos Tod ein ungewöhnliches Entgegenkommen dar. Doch schon in der zweiten durchreisten Provinz wird ihm von staatlichen Behörden der Vorwurf der "unerlaubten Einreise in ein für Touristen gesperrtes Gebiet" gemacht. Er wird gezwungen die Reise abzubrechen und mit der Eisenbahn nach Guangzhou zurückzufahren. Obwohl er seine chinesische Reiseberechtigung der Presse gegenüber später anhand einer vorsorglich angefertigten Kopie belegen kann, beharren die chinesischen Behörden auf einen Verstoß gegen geltendes Recht und erzwingen die Abreise. Vermutlich sind die Aufdeckung der ländlichen Armut in Südchina Grund für Moshers Ausweisung. Mosher publiziert daraufhin über diese ländliche Armut und staatliche Ungerechtigkeit das Buch "Broken Earth: The Rural Chinese", das von offizieller chinesischer Seite so stark kritisiert wird, dass sich die Stanford Universität von Mosher distanziert und ihn schließlich exmatrikuliert! |
| . | Publikation: | ● |
Journey to the Forbidden China |
. |
| . |
![]() |
Steven W. Mosher The Free Press, New York 1985 Mit 29 Fotos und einer Karte des Reisewegs. 180 Seiten ISBN 0-02-921710-5 |
|
| 1980 | unternehmen die
Eheleute
Charlotte und Harrison Salisbury (*1914;
*1908, |
| . | Publikation: | ● | . |
| . |
![]() |
Charlotte Young Salisbury Walker and Company, New York 1981 Mit 7 Abbildungen und einer Karte. 156 Seiten ISBN 0-8027-0683-5 |
|
| 1980 | nimmt der Schweizer
Harry Schraemli (*1904, |
| . | Publikation: | ● |
Im Reich der Mitte. Die Volksrepublik China aus der Sicht eines Kapitalisten. |
. |
| 1980 | haben die Widernisse
der chinesische Bürokratie den
pensionierten amerikanischen Brigadegeneral
Robert Lee Scott, jun. (*1908, |
| . | Publikation: | ● | . |
| 1980 1984 |
reist der italienische Journalist Tiziano Terzani (*1938, |
| . | Publikationen: | ● | Fremder unter Chinesen. Reportagen aus China. | . |
| . | Tiziano Terzani Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1984 Mit einer Karte. 254 Seiten. ISBN 3-499-33053-9 |
|
| . | ● | Chinesische Jahre | . |
| . | Angela Terzani Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 1986 Mit 23 Abbildungen und zwei Karten. 365 Seiten ISBN 3-455-08649-7 [Sehr persönliche Tagebuchaufzeichnungen, die eine schöne Ergänzung zu den engagierten Reportagen des Ehemanns bilden und ein stimmungsvolles Bild der Zeit wiedergeben] |
|
|
1981 Die Volksrepublik China erteilt ab diesem Jahr wieder Visa für Einzelreisen aus und es werden 218.000 Visa für Touristen beantragt. Die KPCh gesteht erstmals offiziell die Misserfolge der früheren „Kampagnen“ ein. Maos fünfter Todestag am 9. September wird mit offiziellem Schweigen übergangen. Die Position des Generalsekretärs des Politbüros der Kommunistischen Partei Chinas stellt nunmehr die politische Führungsposition dar. Die bis dahin leitende Position des Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Chinas wird abgeschafft. Hu Yaobang wird Nachfolger des amtierenden politischen Führers Hua Guofeng. Hu Yaobang (chinesischer Ministerpräsident) bereist Tibet und ist entsetzt über die dortigen Verhältnisse. Er ordnet verschiedene Verbesserungen im politischen, kulturellen, religiösen und wirtschaftlichen Bereich an. Auch die Einreise nach Tibet für Touristen wird nun wieder möglich. |
| 1981 | ist das Reisen für Ausländer in China noch streng reglementiert. Einzelreisende benötigen eine Art "innerchinesischen Reisepass", in den alle Reiseziele eintragen werden. Die Beantragung ist langwierig und je nach behördlichem Ermessen bleiben ganze Landstriche von der Bewilligung ausgeschlossen, darunter auch Tibet. Auf einer Exkursion im weit entfernten Ürümqi (Provinzhauptstadt von Xinjiang) gelingt es dem indischen Gaststudenten Vikram Seth (*1952; biografische Angaben) deshalb rein zufällig, sich eine Reisebewilligung für Lhasa ausstellen zu lassen. So nutzt er diese einmalige Chance kurz entschlossen für den Besuch seiner Familie während der Semesterferien überland via Nepal. Aufgrund seiner Sprachkenntnisse kann er Mitfahrgelegenheiten auf chinesischen Lkws verhandeln startet in Liuyuan, nahe Dunhuang. Eine Woche dauert die Überquerung der tibetischen Hochebene mit kurzen Stopps in Golmud [Ge'ermu] und Naqu. Erst in Lhasa erfährt er dann, dass heftige Regenfälle die Verbindungsstraße zwischen Tibet und Nepal zerstört haben. Auf eigene Faust begibt er sich zu Fuß Richtung Grenze, wo es ihm zuletzt doch noch gelingt, über eine schwankende Behelfsbrücke hinüber nach Nepal zu kommen. |
| . | Publikation: | ● | . |
| . |
![]() |
Vikram Seth Chatto & Windus, London 1983 Mit 20Abbildungen und einer Karte. 178 Seiten ISBN:0-7011-2700-7 |
|
| 1981 | reist der englische
Dichter Stephen Spender
(*1909, |
| . | Publikation: | ● | . |
| . |
![]() |
Stephen Spender - David Hockney Thames and Hudson Ltd., London 1982 "With 158 watercoulors, drawings and photographs, 84 in colour" und einer Karte des Reisewegs. 200 Seiten ISBN: 0-500-01290-3 [Die hier von David Hockney beigefügten Fotos und Zeichnungen werden von Fans als Kunst, von anderen als trivial angesehen.] |
|
| 1981 | fliegt der Österreicher Willi Senft (*1929; biografische Angaben) von Chengdu aus nach Lhasa, reist von dort aus westwärts nach Xigaze und weiter zum Rongpu-Tal, dem Basislager vieler Mount Everest Expeditionen. Von Xining, Hauptstadt der chinesischen Provinz Qinghai, macht er sich später mit dem Lkw auf in die ehemals osttibetischen Gebiete von Amdo, besucht die Ngolog-Tibeter im Anyematschin-Gebirge [Animaqing Shan] sowie das Kloster Kumbum. |
| . | Publikation: | ● |
Tibets Götter leben. Unvergängliches und Unbekanntes vom Dach der Welt nach der Kulturrevolution. |
A* |
| 1981 - 82 | unterrichtet der Franzose Yves Cabrol (*1946) Moderne französische Literatur an der Universität von Nanjing und berichtet über diese Zeit in seiner |
| . | Publikation: | ● | . |
| . | Yves Cabrol Lieu Commun, Paris 1983 300 Seiten ISBN: 2-867705-018-9 |
|
|
1982 Am 8. Oktober kommt die erste Chinesisch-Deutsche Städtepartnerschaft zwischen Duisburg und Wuhan zustande, beides Industriestädte, die durch ihre Binnenhafen-Lage gekennzeichnet sind. |
| 1982 | ist es Heinrich Harrer
(*1912, |
| . | Publikation: | ● | A* |
| . |
![]() |
Heinrich Harrer Pinguin-Verlag, Innsbruck 1983 Mit zahlreichen Abbildungen. 240 Seiten ISBN:3-7016-2150-0 |
|
| 1982 | nutzt der 23jährige Peter Hinze (*1959; biografische Angaben) die neuen Reisefreiheiten im Land der Mitte und erkundet China acht Wochen lang von Süd nach Nord, bevor er schließlich nach Lhasa aufbricht. Für seinen Rückweg nach Chengdu, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan, wählt er die unbequeme Ladefläche eines Lkws und außerdem die für Touristen gesperrte Strecke durch den Osten Tibets. Über Chamdo dauert die Fahrt insgesamt 12 Tage auf unbefestigten Straßen, durch Kälte, Nässe und die Armut der tibetischen Randgebirge. Ziemlich zerschlagen erreicht Hinze nach rund 3.000 Kilometern die fruchtbare Tiefebene von Chengdu. |
| . | Publikation: | ● | A* |
| 1982 | wird der Verband der Schweizer Journalisten vom Allchinesischen Journalistenverband zu einem Besuch nach China eingeladen. Auch der Historiker und Auslandsredakteur der Berner Zeitung "Der Bund" Gustav Adolf Lang (*1933; biografische Angaben) nimmt hieran teil. Siebzehn Tage reist die sechsköpfige Journalistengruppe im September und Oktober quer durchs Land, fliegt von Beijing nach Ürümqi, fährt mit dem Zug von Turpan nach Liuyuan, besucht die Grotten von Dunhuang und fliegt weiter nach Beijing, mit Zwischenstopps in Lanzhou und Xian. |
| . | Publikation: | ● |
Chinas Weg der Mitte. Realitäten zwischen Dogmatik und Pragmatik. |
. |
| 1982 - 83 | verbringt der
amerikanische Philosophie-Professor Paul Frederic Schmidt (*1925; |
| . | Publikation: | ● |
Buddhist Meditation on CHINA |
. |
| 1982 - 84 | kann sich der junge Amerikaner Mark Salzman (*1959; biografische Angaben) seinen lang gehegten Traum erfüllen und in China Unterricht in den klassischen Kampfsportkünsten nehmen. Offiziell kommt er im Auftrag der Yale-China-Gesellschaft als Englischlehrer an die Medizinische Hochschule von Changsha (Provinz Hunan), inoffiziell nimmt er dort Unterricht bei dem berühmten Kampfsportmeister Pan Qingfu. |
| . | Publikation: | ● |
Iron & Silk. A young American encounters swordsmen, bureaucrats and other citizens of contemporary China. |
|
| . |
![]() |
Mark Salzman Random House, New York 1986 211 Seiten ISBN: 0-39455156-7 (Deutsche Erstausgabe:) Eisen und Seide. Begegnungen mit China. Kindler Verlag GmbH, München 1988 316 Seiten ISBN: 3-463-40087-1 [Weniger ein Reise- als ein sehr persönlicher Erlebnisbericht über seine Zeit in China, authentisch und sehr humorvoll. Empfehlenswert!] |
|
|
1983 Die chinesische Regierung startet eine landesweite Kampagne gegen "geistige Verschmutzung". Vorausgegangen waren Diskussionen angestoßen von der progressiven Parteifraktion Hu Yaobangs zum Thema "politische Entfremdung vom Volk" und "Humanismus". Konservative Regierungskreise greifen die liberalen Theorien mit dem Ausdruck „Geistige Verschmutzung“ an. Es werden wieder Schwarze Listen für vielerlei westliche Publikationen erstellt, öffentliche Tanzveranstaltungen verboten und Richtlinien für chinesische Jugendliche herausgegeben, wie sie sich politisch korrekt zu verhalten und zu kleiden haben (bis hin zum Haarschnitt). |
| 1983 | reist Hans Illner im Frühjahr mit seinem Rucksack nach China ein. Von Hongkong aus erreicht er mit dem Zug Canton [Guangzhou] und gestaltet seine Weiterreise als klassischer Rucksack-Tourist mit regionalen Zügen, Schiffen und Überlandbussen, nutzt Garküchen und preiswerte Schlafsäle, die üblicherweise nur Inland-Touristen zur Verfügung stehen. Mit einer losen Gruppe solch westlicher Low-Budget-Reisenden gelangt er über Guilin und Chongqing den Yangzi hinab, besucht Luoyang und Xian und schließlich Beijing. |
| . | Publikation: | ● | . |
| 1983 | ist die reiselustige Berlinerin Hildegard Schütze als Touristen in Tibet unterwegs. Sie nutzt so die Liberalisierung der chinesischen Regierung und kann im September für drei Wochen mit einer Reisegruppe ein äußerst spannendes Reiseangebot wahrnehmen: Den Auftakt bildet der Flug von Beijing nach Lhasa, die Erkundung der Umgebung und eine Fahrt nach Xigaze, wo man die Reiseteilnehmer noch mangels Hotels in chinesischen Kasernen unterbringt. Der Rückflug nach China wird zum Besuch von Chengdu und des Emei Shan sowie Xian und der Grabstätte des Kaisers Qin Shihuangdi genutzt. In Beijing geht die Autorin eigene Wege und besichtigt die Marco-Polo-Brücke. Der Rückflug nach Guangzhou mit Ausreise nach Hongkong wird dann noch zu einer Besichtigung von Kunming, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Yunnan genutzt. Wahrlich eine spannende Reise! |
| . | Publikation: | ● | A* |
| . |
![]() |
Hildegard Schütze Verlag Karl-Robert Schütze, Berlin 1984 Mit zahlreichen Abbildungen und einer Karte. 223 Seiten und Anhang [Wacher und ungeschminkter Reisebericht.] |
|
| 1983 | unternimmt der Kanadier Michael Buckley (*1950; biografische Angaben) von Shanghai aus eine Exkursion mit dem Fahrrad durch die Provinz Jiangsu. Doch was in anderen Ländern ganz alltäglich ist, ist in der Volksrepublik noch verboten: Ausländer dürfen zwar innerhalb der Städte frei herumfahren, nicht jedoch von Stadt zu Stadt überland! Buckley nimmt dies anfänglich nicht allzu ernst und gelangt über die Gartenstadt Suzhou nach Wuxi am Tai-See und von dort aus zu den berühmten Porzellan- und Keramikwerkstätten in Yixing und Dingshu. Dann aber haben ihn die Behörden fest im Griff und er gibt sich geschlagen. |
| . | Publikation: | ● |
Cycling to Xian and other excursions. Travels by bicycle through China & Tibet. |
|
| 1983 |
reist der belgische Priester
Joseph John Spae (*1913, |
| . | Publikation: | ● |
|
| . |
![]() |
Joseph J. Spae Editions Universitaires Peeters, Leuven/Belgien 1984 Mit zahlreichen Abbildungen. 160 Seiten |
. |
| 1983 - 89 | hält sich die junge französische Malerin Fabienne Verdier (*1962 biografische Angaben) zur weiterführenden Ausbildung in Chongqing am Yangzi in der chinesischen Provinz Sichuan auf. Im Rahmen eines Austauschprogramms der neu geschlossenen Städtepartnerschaft Toulouse-Chongqing wird sie an der dortigen Universität die erste ausländische Studentin aufgenommen. So erlebt sie vor Ort noch die ungeschminkte Realität des chinesischen Sozialismus, der sowohl die politischen Dogmen wie auch die Ängste der Menschen aus der Zeit der Kulturrevolution noch nicht verarbeitet hat. Durch ihren langen Aufenthalt und ihr Bemühen, auch in die chinesische Schrift und Sprache einzutauchen, erschließen sich Fabienne Verdier im Laufe der Jahre einzigartige Kontakte zu den letzten chinesischen Altmeistern der klassischen Kalligraphie. Kurze Reisen führen sie nach Xigazê, Chengdu und den Emei Shan sowie in die angrenzende südliche Provinz Guizhou mit den "nationalen Minderheiten" der Miao und Yi. |
| . | Publikation: | ● |
|
| . |
![]() |
Fabienne Verdier Edition Albin Michel, S.A., Paris 2003 Illustriert. 293 Seiten ISBN: 2-22614185-5 (Deutsche Erstausgabe:) Zeichen der Stille. Eine Initiation in China. Edition Spuren, Winterthur 2006 Mit 33Abbildungen. 294 Seiten ISBN: 3-905752-01-8 [Aufschlussreiche autobiographische Schrift, weniger ein Reisebericht als eine sehr persönliche und tiefe Einführung in das künstlerische Empfinden und die Welt der chinesischen Kalligraphie.] |
. |
| 1984 | unternimmt die Engländerin Sarah Lloyd (*1948) gleich zwei Reisen durch China und verbringt so insgesamt acht Monate im Land der Mitte, um es in Muße von Süd nach Nord und von Ost nach West zu durchstreifen. Die Einreise erfolgt - auch Mitte der 80er Jahre immer noch unumgänglich - über Hongkong nach Guangzhou. Das Frühjahr über bereist sie den Süden, hauptsächlich Yunnan und die Südwestküste hinauf bis Hangzhou und Suzhou. Im zweiten Halbjahr kehrt sie zurück und verweilt lange in Shuliang, einem Dorf in der Nähe von Guilin, bevor sie eine anstrengende Eisenbahn- und Busfahrt in Chinas äußersten Nordwesten antritt, ins sieben Tagesreisen entfernte Kashgar in der muslimischen Provinz Xinjiang, unweit der sowjetischen Grenze. |
| . | Publikation: | ● |
Chinese Characters. A Journey through China. |
| . |
![]() |
Sarah Lloyd Harper Collins, London 1987 "8 pages of photos" und eine Karte. 270 Seiten ISBN: 0-00217793-5 (Deutsche Erstausgabe:) China erfahren. Ein Reisebericht. Rowohlt Verlag, Reinbek 1988 Mit 8 Bildseiten und einer Karte.345 Seiten ISBN: 3-499-12339-8 [Ein stilistisch wundervoller Reisebericht, zudem ungewöhnlich vielschichtig und differenziert in der Betrachtung. Mit einer so wachen Wahrnehmung wünscht man sich selber zu reisen. Ein fein detailliertes Bild der chinesischen Realität Mitte der 80er Jahre.] |
|
| 1984 | reist die französische Sinologin und Journalistin Claude B. Levenson (*1938; biografische Angaben) nach Tibet. Die offizielle französische Übersetzerin des 14. Dalai Lama startet von Chengdu aus zum Flug nach Lhasa, erkundet die Umgebung, fährt nach Xigaze und schildert ihre Eindrücke. |
| . | Publikation: | ● |
|
| 1984 | machen sich die
Eheleute
Charlotte und Harrison Salisbury (*1914;
*1908, |
| . | Publikation: | ● |
|
| . |
![]() |
Charlotte Young Salisbury Walker and Company, New York 1986 190 Seiten ISBN: 0-8027-0904-4 |
. |
| 1984 | absolviert Rudolfo A. Anaya (*1937; biografische Angaben), amerikanische Professor mexikanischer Abstammung, eine der klassischen Sightseeing-Reisen durch China: Von Beijing aus geht es über Xian nach Chengdu und Chongqing, den Yangzi hinunter über Wuhan bis Shanghai und von dort zu einem Abstecher an den Westsee bei Hangzhou, zum Teetrinken. |
| . | Publikation: | ● |
|
| . |
![]() |
Rudolfo A. Anaya University of New Mexico Press, Albuquerque 1986 Mit einer Karte. 202 Seiten ISBN: 0-8263-0888-0 |
. |
| 1984 | wird der amerikanische Reiseschriftsteller Peter Jenkins (*1951; biografische Angaben) von einer Bergsteigergruppe eingeladen, an ihrer Mount-Everest-Expedition teilzunehmen. Jenkins soll hierüber berichten und reist so über Lhasa zum Basiscamp der Bergsteiger. Er nutzt die günstige Gelegenheit dann, um anschließend eine private Reise quer durch China und die Innere Mongolei zu unternehmen. |
| . | Publikation: | ● |
|
| . |
![]() |
Peter Jenkins William Morrow and Company, Inc., New York 1986 Mit zahlreichen Abbildungen und Karten. 351 Seiten ISBN: 0-688-04223-6 |
. |
| 1984 - 85 |
wird der Betriebsingenieur
Karl-Julius Treiber (*1947, |
| . | Publikation: | ● |
|
| . |
![]() |
Karl-Julius Treiber MC-Verlagshaus, 2007 Mit zahlreichen Abbildungen. 346 Seiten ISBN: 978-3-939185-16-1 [Sehr einfacher Reisebericht im Selbstverlag.] |
. |
| 1985 Die Lehre des Konfuzius wird von der chinesischen Regierung offiziell rehabilitiert und seine Morallehre darf wieder gelehrt werden. |
| 1985 | beginnt Christina Dodwell (*1951; biografische Angaben) ihre Chinareise mit einem Flug nach Ürümqi, der Provinzhauptstadt von Xinjiang im äußersten Westen von China. Von dort aus startet sie alleine und nur mit einem Basic an chinesischen Sprachkenntnissen versehen zu einer wirklich bemerkenswert mutigen Reise quer durch China. Mit im Gepäck führt sie ein Schlauchboot (!), das sie sowohl hier in den eisigen Seen des Pamir, also auch später in den Stromschnellen am Oberlauf des Yangzi einsetzt. Sie nutzt ihre viermonatige Aufenthaltserlaubnis zu einer Reise per Eisenbahn, Bus und notfalls auch per Hitchhiking. So gelangt sie über Lanzhou nach Xian und Beijing und von dort aus sogar bis ins tibetische Hochland. Weiter geht es dann südwärts über Chengdu und Kunming nach Dali (und von dort in das für Touristen gesperrte Lijiang), bis sie über Guilin schließlich nach Guangzhou gelangt. Eine recht couragierte Weltreisende. |
| . | Publikation: | ● |
| . |
![]() |
Christina Dodwell Hodder & Stoughton, London 1985 Mit 16 Farbbildtafeln und einer Karte. 160 Seiten ISBN 0-340-37640-6 (Deutsche Erstausgabe:) Durch China. Eine Frau im Reich der Mitte abseits der Touristenströme. Franz Schneider Verlag, München 1986 Mit zahlreichen Abbildungen und Karten. 222 Seiten ISBN: 3-505-09436-6 |
|
| 1985 | kommt Helena Drysdale (*1960; biografische Angaben) als Rucksacktouristin nach China und nimmt sich Zeit, das Land erst von Süd nach Nord und dann gen Westen mit Ziel auf Lhasa zu durchreisen. |
| . | Publikation: | ● |
|
| . |
![]() |
Helena Drysdale Constable and Company Ltd., London 1986 Mit 32 Fotografien und einer Karte des Reisewegs. 207 Seiten ISBN 0-09-467200-8 |
. |
| 1985 | befindet sich Sorrel Wilby (*1960; biografische Angaben) am 24. August in Burang, einer kleinen südtibetischen Ortschaft an der Grenze zu Nepal. Ein Jahr zuvor war es der jungen Australierin gelungen, von offiziellen tibetischen Stellen die Erlaubnis für eine Durchquerung Tibets von West nach Ost zu erhalten. Doch dies erweist sich nun, trotz zäher Vorbereitungen, als wesentlich schwerer als erwartet und beginnt mit der Flucht Ihres Tragtiers noch in den ersten Reisetagen. Um so bemerkenswerter ist es, wie sich die Abenteurerin dann zu Fuß durchs unwirtliche tibetische Hochland schlägt, mit zäher Ausdauer und allen Unwirtlichkeiten zum Trotz. Am heiligen Berg Kailas vorbei führt ihr Weg erst nach Westen und dann im Tal des Tsangpo über Sakya, Shigatse und Gyantse nach Lhasa, wo sie am 25. November ankommt. Eine bewundernswerte Leistung! |
| . | Publikation: | ● |
|
| . |
![]() |
Sorrel Wilby Contemporary Books Inc., Chicago 1988 Mit 20 Fotografien und einer Karte des Reisewegs. 236 Seiten ISBN 0-8092-4608-2 |
. |
| 1985 |
gelingt es den Eheleuten
Romy und Hilmar Pabel (*1910; |
| . | Publikation: | ● |
|
| 1985 |
erhält der Franzose
Jacques Lanzmann (*1927; |
| . | Publikation: | ● |
A l'altitude des dieux. Mille kilomètres à pieds de Lhassa à Kathmandou. |
|
| . |
![]() |
Jacques Lanzmann Éditions du Chêne, Paris 1986 Mit zahlreichen großformatigen Abbildungen. 158 Seiten ISBN 2-85108-430-5 |
. |
| 1985 | startet der Kanadier Michael Buckley (*1950; biografische Angaben) mit einem Freund von Shanghai aus zu einer Reise, die ursprünglich mit dem Fahrrad nur bis Xian, der alten Hauptstadt der chinesischen Provinz Shaanxi führen soll. Seit zwei Jahren bereits hat Buckley den Auftrag in der Tasche, den ersten Reiseführer für Individualreisende in China zu schreiben und so sucht Buckley das China der backpacker nun selbst auf der Straße. Die 1.500 Kilometer lange Reise führt über Suzhou, Nanjing, Zhengzhou und Luoyang. In Xian erfährt er, dass die chinesischen Behörden neuerdings die Einreise nach Tibet für Einzelreisende erlauben. Kurz entschlossen verkauft er sein Fahrrad, nimmt den Zug nach Chengdu, der Provinzhauptstadt von Sichuan, und verhandelt dort mit Lkw-Fahrern, um als Beifahrer nach Lhasa mitgenommen zu werden. Zehn Tage dauert die Fahrt durch die tibetischen Randgebirge bis zur Stadt des Potala, über Dege, Quamdo, Rawu und Bawi. Und ganz im Sinne seines geplanten Reiseführers schlägt sich Buckley dann noch weiter über Gyanze und Xegar zur nepalesischen Grenze nach Kathmandu durch. |
| . | Publikation: | ● |
Cycling to Xian and other excursions. Travels by bicycle through China & Tibet. |
|
| 1985 | ist der österreichische Abenteurer und Weltreisende Bruno Baumann (*1955; biografische Angaben) bereits zum wiederholten Male in China und bereist diesmal das Naturschutzgebiet Jiuzhaigou, 450 Kilometer nordwestlich von Chengdu, der Provinzhauptstadt von Sichuan. |
| . | Publikation: | ● | A* |
| . |
![]() |
Bruno Baumann Verlag Styria, Graz/Wien/Köln 1988 Mit 25 Abbildungen und 4 Karten. 230 Seiten ISBN 3-222-11848-5 [In diesem Buch fasst Baumann die Reisen dreier Jahre im tibetischen Kulturkreis zu einer Gesamtschilderung zusammen: 1985 in Ost-Amdo, => 1986 von Xining nach Lhasa und => 1987 seine Durchquerung Südtibets von Ost nach West mit Rückreise durch Xinjiang.] |
|
| 1985 | macht sich der irische Schriftsteller Peter Somerville-Large (*1928) von Nepal aus auf den Weg nach Lhasa. Zusammen mit seiner Reisegefährtin wird es eine abenteuerliche Fahrt, denn Tibet ist touristisch noch ein wildes Land und die beiden Rucksackreisenden sind ganz auf sich und ihr Talent zu improvisieren angewiesen. Hinzu kommt, dass ihre Einreisevisa gefälscht sind und sie für die geplante Weiterreise von Lhasa zum 1000 Kilometer entfernten Berg Kailas im Westen auch keine chinesische Reiseerlaubnis erhalten. Mit altersschwachen Bussen, auf zugigen Ladeflächen von Lkws, in gemieteten Jeeps, zu Pferde und zu Fuß bahnen sie sich ihren Weg, mit tagelangen Wartezeiten auf die nächste Mitfahrgelegenheit, den Schikanen am Wegrand ausgesetzt und in steter Furcht vor den chinesischen Behörden. Mit einem Umweg über Ali [Shiquanhe] erreichen sie nach Wochen schließlich das Gebiet der Seen Manasarovar und Rakshastal und nehmen an der Parikarama der Pilger, der zeremoniellen Umrundung des heiligen Berges Kailas teil. Und ebenso beschwerlich wird auch ihre Ausreise: durch die Gebirgstäler des Himalaya in Richtung Nepal. |
| . | Publikation: | ● |
To the Navel of the World. Yaks and unheroic Travels in Nepal and Tibet. |
A* |
| . |
![]() |
Peter Somerville-Large Hamish Hamilton Ltd., London 1987 Mit 23 Abbildungen. 225 Seiten ISBN 0-241-12108-6 (Deutsche Erstausgabe:) Zum Dach der Welt. Auf dem Rücken der Yaks durch Nepal und Tibet. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf/Wien/New York 1988 Mit 23 Abbildungen. 271 Seiten ISBN: 3-430-18585-8 [Ein mit britisch-sarkastischem Humor und stoischer Gelassenheit geschriebener Reisebericht, der oft die naive westliche Touristensicht im fremden Asien aufzeigt. Eine ungeschminkte Schilderung der ernüchternden Situation in Tibet, den Härten und der Willkür, weder romantisch noch begeisternd.] |
|
| 1985 | ist es der Münchner Journalistin Ursula Demeter (*1941) aufgrund guter Beziehungen ihrer mitreisenden Freunde, darunter auch ihr früherer Ehemann und Ausnahme-Bergsteiger Reinhold Messner (*1944; biografische Angaben), möglich, an einer Expedition quer durch das südliche Tibet zum Berg Kailash und weiter in die chinesische Provinz Xinjiang teilzunehmen. Von Beijing aus fliegt die Gruppe nach Lhasa und startet dort mit zwei Toyota Landcruisern und chinesischen Reisebegleitern Richtung Westen. In ihrem Reisetagebuch schildert die Journalistin vom 13. Juli bis 7. August ihre Eindrücke. Über schlechte Pisten und mühsame Umwege gelangen sie schließlich an den See Manasarovar. Reinhold Messner bricht schon bald alleine auf, um den Kailash in einem einzigen zwölfstündigen Gewaltmarsch zu umrunden. Er wird damit der vierte Westler, dem eine Umrundung des heiligen Berges möglich ist. Zwei Tage später startet die ganze Gruppe zur rituellen Parikarama. Nach einigen Tagen Aufenthalt am Ufer des Manasarovar beginnt die Rückreise in Richtung Pamir und Takla Makan. Kaxgar Hauptstadt der chinesischen Provinz Xinjiang, wird Endpunkt der "Tibet-Kailash-Xinkiang-Transversale 1985". |
| . | Publikation: | ● | A* |
| 1985 - 86 | hält der Ehemann von Christine
de Weck
(*1929; |
| . | Publikation: | ● |
Voyage to Inner Mongolia and Tibet (1985-86) |
|
| . |
![]() |
Christine de Weck Vantage Press, New York 1987 Mit 53 Abbildungen. 98 Seiten ISBN 0-533-07379-0 [Kleine Schrift mit etlichen sachlichen (Druck?)Fehlern.] (Deutsche Erstausgabe:) Reisen in Asien auf den Spuren der Mongolen und Turkvölker Verlag Hans Huber, Bern/Göttingen/Toronto/Seattle 1998 312 Seiten ISBN: 3-456-82973-6 [In dieser deutschen Buchausgabe sind verschiedene Reisen der Autorin nach Ost- und Zentralasien zusammengefasst, darunter die beiden oben beschriebenen sowie ihre undatierte Reise entlang der Seidenstraße über Xian, Urumqi, Turfan und Bezelik: "The Silk Road Today", Vantage Press New York 1989.] |
|
| 1985 - 86 | reist Colin Thubron (*1939; biografische Angaben) durch China. Sinnierend zieht der englische Reiseschriftsteller nach einem neunstündigen Flug von Beijing aus erst ans östliche Ende der Großen Mauer und dann in einem weiten südlichen Bogen über Shanghai, Guangzhou, Kunming, Xian und Xining bis nach Jiayuguan, dem westlichen Endpunkt der Großen Mauer zwischen der Wüste Gobi und der Takla Makan. |
| . | Publikation: | ● |
| . |
![]() |
Colin Thubron William Heinemann Ltd, London 1987 307 Seiten ISBN 0-434-77988-1 (Deutsche Erstausgabe:) Im Garten des Drachen. Chinesische Innenansichten. Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek 1989 493 Seiten ISBN: 3-8052-0480-9 |
|
| 1985 - 86 | ist die Engländerin Catriona Bass (*1961) in Lhasa als Lehrerin beschäftigt. Bereits ein Jahr zuvor unterrichtete sie an der Universität in Wuhan (Provinz Hubei) Englisch, bevor sie es schafft, nun diese ungewöhnliche Anstellung in Tibet zu bekommen. Drei Tage lang fährt sie auf der Ladefläche eines Lastwagens von der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu über die Kämme des Himalaya nach Lhasa, um ihre Stelle anzutreten. Dort bekommt sie während der nächsten 18 Monate hautnah das Leben der Tibeter unter chinesischer Herrschaft mit. In den Schulferien reist sie über Chamdo illegal durch das für Ausländer gesperrte tibetisch-chinesische Grenzgebiet nach Kunming, der Hauptstadt der südchinesischen Provinz Yunnan. Ein mutiges Unterfangen. |
| . | Publikation: | ● |
Inside the Treasure House. Time in Tibet. |
. |
| . |
![]() |
Catriona Bass Victor Gollancz Ltd., London 1990 Illustriert. 221 Seiten ISBN 0-575-04390-3 (Deutsche Erstausgabe:) Der Ruf des Muschelhorns. Begegnung mit Tibet. Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek 1992 Illustriert und mit einer Karte. 316 Seiten ISBN 3-499-12649-4 |
|
| 1985 - 87 | reist der französische Filmemacher und Schriftsteller Gilbert Leroy (biografische Angaben) insgesamt drei Mal nach Tibet. Die Einreise erfolgt über Guangzhou nach Chengdu und weiter mit dem Flugzeug nach Lhasa. Von dort unternimmt er ein mehrtägiges Trekking mit Yaks von Dingri aus zum Kloster Rongpu, an der Nordflanke des Mount Everest. Nach längerem Aufenthalt in Lhasa mietet er einen Toyota Landcruiser und bereist die osttibetischen Randgebiete bis zur Stadt Garze [auch: Kangding / Dajianlu]. |
| . | Publikation: | ● | . |
| . |
![]() |
Gilbert Leroy L'Harmattan, Paris 1988 Mit zahlreichen Abbildungen und einer Karte. 125 Seiten ISBN 2-7384-0093-0 |
|
| 1985 - 93 | hält sich Jürgen Bertram (*1940; biografische Angaben) mit Ehefrau Helga Bertram (*1942; biografische Angaben) im Auftrag der ARD als Auslandskorrespondent in China auf. Von ihrem Büro in Beijing aus unternehmen sie unzählige Reisen in alle Winkel des Landes: "Wen und was haben wir nicht alles porträtiert während unserer Korrespondentenzeit in China: Hähnchenbrater auf einer Ausfallstraße von Peking, Prostituierte in der Provinz Sichuan, chinesische Bauern in allen Regionen des Landes, katholische Priester der Diözese in Shanghai, Drogenabhängige an der Grenze zu Burma, ehemalige Rotgardisten und die neuen Reichen der Konsumgesellschaft, Politiker und Manager, Mönche und Glücksspieler und in Changchun, oben im Norden des Landes, sogar eine Straßenbahn." Und so ergeben sich neben den vielen Fernsehsendungen auch sehr spannende, vielschichtige und aufschlussreiche Reisereportagen, dargelegt in ihrer gemeinsam verfassten |
| . | Publikation: | ● | . |
| . |
![]() |
Helga und Jürgen Bertram C. Bertelsmann Verlag GmbH, München 1994 Mit 32 s/w-Abbildungen und einer Karte. 352 Seiten [Aufschlussreiche Reportage aus dem realen China] |
|
| 1986 | begibt sich Achill Moser (*1954; biografische Angaben) erst auf einen 700 Kilometer langen Fußmarsch durch die Wüste Gobi, von der Oase Turfan bis zu den Höhlen von Dunhuang, und dann weiter auf eine Flussreise auf dem Yangzi, von Chongqing flussabwärts bis Shanghai. |
| . | Publikation: | ● |
Abenteuer China. Zu Fuß durch die Wüste Gobi. Floßfahrt auf dem Jangtsekiang. |
. |
| . |
![]() |
Achill Moser Pietsch Verlag, Stuttgart 1987 Mit zahlreichen Fotos und Karten. 160 Seiten ISBN 3-613-50059-0 |
|
| 1986 | zweifelt nicht nur der Westdeutsche Adrian Geiges (*1960; biografische Angaben) sondern mit ihm auch ein Großteil der westdeutschen Linken am politischen Kurs der Volksrepublik China. Als Mitglied der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend und Redakteur deren Jugendmagazins 'elan' gelingt es Geiges, vom Allchinesischen Jugendverband eine Einladung zu erhalten und sich so einen direkten Eindruck von der Situation vor Ort zu verschaffen. Stationen der Reise werden Shanghai, Guangzhou und Shenzhen. |
| . | Publikation: | ● | . |
| . | Adrian Geiges Pahl-Rugenstein Verlag GmbH, Köln 1987 Mit 48 Abbildungen. 271 Seiten ISBN 3-88142-399-0 [Die Reiseeindrücke treten stark hinter sozialpolitische Themen und lange Textzitate aus anderen Büchern zurück.] |
|
| 1986 | ergibt sich für Reisegruppen erstmals wieder die Möglichkeit, über den Karakorum-Highway von Pakistan aus den Westen der chinesischen Provinz Xinjiang zu erkunden. Die Berlinerin Hildegard Schütze nutzt diese Möglichkeit sofort, um an ihre Reise vor zwei Jahren anzuknüpfen, als sie dem Verlauf der ehemaligen Seidenstrasse in Westturkestan, auf dem Gebiet der Sowjetunion folgte. Nun hat sie Gelegenheit, unter fachkundiger Führung die Stationen der Seidenstrasse in Ostturkestan kennenzulernen. Über den Khunjerab-Pass am Ende des Hunza-Tals geht es über den Himalaya nach Kaschgar [Kaxgar], von dort aus am Südrand des Tianshan-Gebirges entlang mit Stopps in Aksu, Kuqa, Kizil und Korla zur Oasenstadt Turpan. Es folgen, die Tausend-Buddha-Höhlen in Bäzäklik [Bozikelike] und die berühmten Höhlen von Dunhuang. Von Lanzhou führt ein Abstecher zum tibetischen Kloster Labrang, bevor der Rückflug von Beijing aus erfolgt. |
| . | Publikation: | ● |
Auf neuen Wegen über die alte Seidenstrasse. Pakistan - Karakorum Highway - China. |
. |
| . |
![]() |
Hildegard Schütze Verlag Karl-Robert Schütze, Berlin 1988 Mit zahlreichen Abbildungen und Karten. 262 Seiten |
|
| 1986, | im Jahr des Tigers, reist die kanadische Food-Autorin Judy Schultz (*1931; biografische Angaben) von Hongkong aus mit der Eisenbahn erst in die südchinesische Sonderwirtschaftszone Shenzhen und von dort aus weiter nach Guangzhou. Ihr eigentliches Ziel aber ist das Gebiet um Guilin, jene Karst-Hügellandschaft, die für sie seit ihrer Jugend den Inbegriff ihrer romantischen China-Vorstellung bildet. |
| . | Publikation: | ● |
|
| . |
![]() |
Judy Schultz Red Deer College Press, Calgary/Canada 1995 239 Seiten ISBN 0-88995121-7 (Deutsche Erstausgabe:) Im Land des Himmelsdrachen. Impressionen aus China. Goldmann Verlag, München 2002 Mit 4 Karten. 351 Seiten ISBN 3-442-71170-3 [Schön und lebendig geschrieben. Die Autorin berichtet in anderen Kapiteln des Buches auch noch von einer Reise mit dem China-Orientexpress 1991 entlang der historischen Seidenstrasse bis Xinjiang sowie über ihre Aufenthalte in Hong Kong, Beijing und Shanghai] |
|
| 1986 |
kehrt der Kanadier Michael Buckley (*1950; biografische Angaben) mit dem Flugzeug nach Lhasa zurück, um von hier aus diesmal mit dem Fahrrad über den Himalaya nach Kathmandu zu fahren. Zusammen mit einem Freund akklimatisiert er sich zwei Wochen in der tibetischen Hauptstadt (und wartet ungeduldig auf die zwei in Hongkong bestellte Ersatzluftpumpen), dann starten sie am 12. April zu ihrer anstrengenden Fahrt. "A considerable part of this trip will depend upon pure luck - luck with the weather, with escaping officialdom, with health, luck with the bikes, with the equipment, with the locals ...". Eine Einschätzung, die sich als völlig richtig erweist. Trotz neuer Mountainbikes und kleiner Ausrüstung wird die Fahrt zu einer Tour de Force über knapp 1.000 Kilometer und mehrere 5.000 Meter hohe Gebirgspässe. |
| . | Publikation: | ● |
Cycling to Xian and other excursions. Travels by bicycle through China & Tibet. |
|
| 1986 |
startet der Amerikaner Stuart Stevens (biografische Angaben) in die chinesische Provinz Xinjiang, um dem Reiseweg von Peter Fleming und Ella Maillart zu folgen, die 50 Jahre zuvor von Xian quer durch Chinesisch Turkestan nach Kaxgar zogen. Ihre Bücher wurden Klassiker der Reiseliteratur. Eine sentimental journey soll es somit werden, mit den alten Reiseberichten im Gepäck, so stellt es sich Stevens vor, lädt zwei Freunde hinzu und kann sogar Mark Salzman (*1959; biografische Angaben) als Dolmetscher für das Projekt gewinnen. Ausgerüstet mit Geld und Büchern starten die Vier im späten Herbst von Beijing aus nach Xian und nehmen dort den Zug nach Lanzhou. Von da ab gerät alles außer Kontrolle, was weniger an der unglücklichen Wahl der Reisezeit liegt, mitten in den kontinentalen chinesischen Winter hinein, als vielmehr an den Eigenarten und Tücken der chinesischer Bürokratie. Schnell lernt die Reisegruppe, dass das, was sich abenteuerlich-romantisch liest, fünfzig Jahre später zu einer strapaziösen und ernüchternden Odyssee durch Chinas Wilden Westen ausartet. Teils auf den ungeschützten Ladeflächen von Lastwagen, teils in überlasteten Bussen schlagen sie sich von einem Ort zum nächsten durch, verhandeln mit regionalen Filialen des staatlichen Reisebüros, die kein Interesse an den Ausländern haben, kommen in Hotels ohne fließendes Wasser und geben schließlich die ursprünglich geplante Route entlang des südlichen Rands der Takla Makan auf, nur um überhaupt noch nach Kaxgar zu kommen. Sie erleben ein Land am Rande der Zivilisation, das auf westliche Reisende definitiv noch nicht eingestellt ist. |
| . | Publikation: | ● |
Night Train to Turkistan. Modern Adventures Along China's Ancient Silk Road. |
|
| 1986 | macht sich der österreichische Abenteurer und Weltreisende Bruno Baumann (*1955; biografische Angaben) mit Freunden auf den Weg nach Lhasa. Mit dem Zug gelangen sie bis Xining, der Provinzhauptstadt von Qinghai, besuchen von dort aus das nur 30 Kilometer entfernte Kloster Kumbum und fahren schließlich mit einem Überlandbus nach Lhasa. Baumann startet von dort zu einer mehrtägigen Wanderung, die ihn von der Klosteranlage in Ganden südwärts zum Kloster Samye führt. |
| . | Publikation: | ● | A* |
| . |
![]() |
Bruno Baumann Verlag Styria, Graz/Wien/Köln 1988 Mit 25 Abbildungen und 4 Karten. 230 Seiten ISBN 3-222-11848-5 [In diesem Buch fasst Baumann die Reisen dreier Jahre im tibetischen Kulturkreis zu einer Gesamtschilderung zusammen: => 1985 in Ost-Amdo, 1986 von Xining nach Lhasa und => 1987 seine Durchquerung Südtibets von Ost nach West mit Rückreise durch Xinjiang.] |
|
| 1986 | startet die amerikanische Kunsthistorikerin Frances Margaret Parsons (*1923; biografische Angaben) im Mai zu einer sehr couragierten Reise durch China. Ausgerüstet nur mit dem Lonely Planet-Reiseführer, etwas Geld und einem ungewöhnlich starken Willen, begibt sich die 63jährige als Low-budget-Rucksacktouristin (!) auf eine lange und anstrengende Reise von 12 Wochen quer durch China und Tibet. In einem der lautesten Länder der Welt reist sie in völliger Stille - denn Frances Margaret Parsons ist von klein auf gehörlos und seit Jahren damit beschäftigt, an Gehörlosenschulen weltweit ein von ihr entwickeltes neues Kommunikationssystem für Gehörlose vorzustellen. Vom CITS, Chinas staatlichem Reisebüro nur durch Vorwegbuchung von Hotels und Zug-/Flugverbindungen unterstützt, erkundet sie das Land allein, übernachtet in Massenschlafsälen und besucht die führenden Gehörlosenschulen. Von Guangzhou im Süden Chinas führt ihr Weg über Guilin nach Chongqing, dann mit dem Schiff den Yangzijiang stromab bis Nanjing, nach Wuxi, Shanghai und Hangzhou, von dort mit dem Boot auf dem Großen Kanal wieder Richtung Norden nach Suzhou und über Luoyang und Xian schließlich nach Beijing. Von dort reist sie durch die Provinz Innere Mongolei in den äußersten Westen der Provinz Xinjiang nach Kaxgar, und schließlich zurück über Lanzhou hinauf auf die tibetische Hochebene nach Golmud [Ge'ermu] bis Lhasa. Den Abschluss bildet die Ausreise nach Nepal per Bus über Gyanze, Xigaze, das Kloster Sakya und Tingri. Bewundernswert. |
| . | Publikation: | ● |
|
| 1986 | unternimmt der engagierte deutsche Arzt Jürgen C. Aschoff (*1938; biografische Angaben) von Kathmandu aus eine 2.000 Kilometer lange Erkundungsfahrt ins westliche Tibet. Mit dem Geländewagen reist er sieben Tage durch den Himalaya und den Oberlauf des Brahmaputra entlang bis zu den Ruinen des bereits 1630 untergegangenen Königreichs Guge, an der Grenze zu Nepal. Als erstem Ausländer gelingt ihm so eine Bestandsaufnahme der Tempel von Tsaparang nach der Kulturrevolution. |
| . | Publikation: | ● |
|
| 1986 - 87 | unternimmt der amerikanische Schriftsteller Paul Theroux (*1941; biografische Angaben) eine etwas ausgefallene Reise: Im Transsibirien-Express hat er von London aus bereits drei Wochen im Abteil verbracht, als er die mongolisch-chinesische Grenze in Erlian überquert - um auch weiterhin die nächsten 12 Monate in der Eisenbahn zu verbringen. Sie ist seine große Leidenschaft und er frönt ihr hier exzessiv: In Chinas nördlichster Provinz Heilongjiang, an der Grenze zu Sibirien, wählt er im tiefsten Winter von der Hauptstadt Harbin eine Nebenstrecke, die ihn noch weiter nach Norden bringt, wo er in der verschneiten Wildnis auf eine Schmalspurbahn umsteigt, die in einem abgelegenen Holzfällerlager endet. Und im tropischen Süden der Provinz Yunnan gelangt er nur mit einem Trick auf die alte französische Bahnlinie nach Hanoi, die wegen Chinas schwelendem Grenzkonflikt mit Vietnam eigentlich für alle Touristen gesperrt ist. Von den östlichen Endpunkten des Streckennetzes in Qingdao, Shanghai und Xiamen folgt er den Gleisen bis an den Rand der Wüste Takla Makan und nur, weil in Golmud, in der zentralasiatischen Provinz Qinghai die Bahnlinie am Rand des tibetischen Hochplateaus definitiv endet, wählt er dort ein klappriges Auto zur Weiterfahrt. Denn er will nach Lhasa. Und das gerät dann zu einer noch abenteuerlicheren Reise. |
| . | Publikation: | ● | . |
| . |
![]() |
Paul Theroux Amerikanische Ausgabe: G. P. Putnam's Sons, New York 1988 477 Seiten ISBN: 0-399-13309-7 Englische Ausgabe: Hamish Hamilton, London 1988 494 Seiten ISBN: 0-24112547-2 (Deutsche Ausgabe:) Das chinesische Abenteuer. Reise durch das Reich der Mitte. Claassen Verlag GmbH, Düsseldorf 1989 Mit einer Karte. 508 Seiten ISBN: 3-546-49082-7 [Von einer anderen, jedoch undatierten Reise durch China berichtet Theroux in Sailing through China. Mit einer amerikanischen Reisegruppe, die hauptsächlich aus Millionären besteht, nimmt er an einer Schiffsreise den Yangzi stromab von Chongqing nach Shanghai teil und berichtet hierüber mit spitzer Feder.] |
|
| 1986 - 87 | verbringen das Lehrer-Ehepaar Charles und Jill Hadfield (beide*1952) neun Monate in Lhasa. Sie haben zuvor zwei Jahre lang Englisch im chinesischen Mutterland unterrichtet und 1985 eine sechswöchige Reise nach Tibet unternommen. Nun erhalten sie im Rahmen der Liberalisierung einen Lehrauftrag in Lhasa und nutzen die Zeit für Reisen nach Shigatse [Xigaze] und Südtibet. |
| . | Publikation: | ● | . |
| . |
![]() |
Charles and Jill Hadfield Impact Books, London 1988 Mit 16 Abbildungen und einer Karte. 226 Seiten ISBN 0-245-54773-8 |
|
| 1986 - 87 | unterrichten der Kanadier Ben Maartman (*1924; biografische Angaben) ) und seine Ehefrau an der Sprachenschule von Suzhou in der chinesischen Küstenprovinz Jiangsu. Nachdem sie zwei Jahre zuvor begeistert von einer China-Rundreise zurückgekehrt waren, entschließen sich die Pensionäre voller Idealismus, zehn Monate freiwillig nur gegen Kost und Logis Englischunterricht in China zu erteilen. Dies soll ihr Beitrag zum Aufbau des Landes und zur Verbesserung der internationalen Beziehungen sein. Über Guangzhou und Shanghai erreichen sie Chinas berühmte Garten-Stadt mit dem Zug. Ihr anfänglicher Enthusiasmus wird auf eine harte Probe gestellt, denn schon bald zeigen sich die unterschiedlichen gesellschaftlichen und kulturellen Auffassungen. Deutlich ernüchtert beschließen sie ihren China-Aufenthalt mit einer Kurzreise nach Lhasa. |
| . | Publikation: | ● |
|
| . | Ben Maartman Ben Maartman Fogduckers Press, Errington/Kanada 1989 Mit 9 Zeichnungen von Blanche Maarman. 172 Seiten ISBN 0-9694040-0-X |
. |
| 1986 - 87 | reisen der Journalist Otto Mann (*1940) und der Fotograf Thomas Billhardt (*1937; biografische Angaben) teils im Gefolge des Staatsratsvorsitzenden der DDR, Erich Honecker, teils auf eigene Faust durch China. Als Gäste und Freunde der Volksrepublik gelangen sie von Tibet im Westen bis Shanghai im Osten und von der Großen Mauer im Norden bis hinunter zur jüngsten Sonderwirtschaftszone auf der tropischen Insel Hainan. |
| . | Publikation: | ● | . |
| . |
![]() |
Thomas Billhardt , Otto Mann VEB F.A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1989 Bild- und Textband, 248 Seiten ISBN 3-325-00208-0 |
|
|
1986 1987 |
unternimmt der Engländer
William Lindesay (*1957;
biografische
Angaben) einen ersten Versuch, um dem
Verlauf der Großen Chinesischen Mauer zu folgen - zu Fuß. Denn nachdem der
passionierte Läufer gerade den Hadrians Wall gemeistert hat, scheint es nur
eine Frage der Ausdauer, nun dem Verlauf dieser etwas längeren Mauer quer
durch China zu folgen.
Doch wie so oft, wenn Pläne aus weiter Ferne entworfen werden, entpuppt sich
die Realität als gänzlich anders. So endet sein erster Versuch vor Ort schon
nach wenigen Tagen, als dem Alleinreisenden das unwegsame Gelände, Hitze und
nächtlich herumstreunende Wölfe einen Strich durch die Rechnung machen. Im
Frühjahr |
| . | Publikation: | ● | . |
| . |
![]() |
William Lindesay Hodder & Stoughton, London 1989 240 Seiten ISBN: 0-34050154-5 (Deutsche Erstausgabe:) Im Schatten der Chinesischen Mauer. Zu Fuß durch die Wüste Gobi zum Gelben Meer. Bastei-Verlag Gustav H. Lübbe GmbH & Co., Bergisch Gladbach 1997 Mit Farbabbildungen. 302 Seiten ISBN: 3-40461919-6 [Eine erstaunliche und äußerst wagemutige Reise, denn es gehört schon etwas Fanatismus dazu, sich im China der 80er Jahre den Staatsorganen mehrfach (!) zu widersetzen. Hinzu kommen die körperlichen Strapazen und Gefahren, die Lindesay dabei auf sich nahm.] |
|
|
1987 kritisiert die Kommunistische Partei China die besorgniserregende Ausbreitung "bürgerlich-liberaler Tendenzen". Der Generalsekretär der Partei, Hu Yaobang tritt daraufhin zurück und der amtierende Ministerpräsident Zhao Ziyang wird sein Nachfolger. Auf Taiwan hebt die immer noch regierende Guomindang-Partei das seit 1949 bestehende Kriegsrecht auf. |
| 1987 | versuchen die amerikanischen Reiseveranstalter Richard Bangs (*1950; biografische Angaben) und Christian Kallen (*1950; biografische Angaben) mit ihrer Rafting-Crew der Sobek Expeditions einen besonders wilden Teil des oberen Yangzijiang zu bezwingen, der sich durch die berüchtigte Tigersprung-Schlucht zwängt. Diese liegt im nördlichen Yunnan, an der Grenze zu Sichuan und ist als die "Große Schleife des Yangzi" bekannt. Schon nach ihrer ersten Verlautbarung setzt ein regelrechter Run darauf ein, als erster den Oberlauf des Yangzi per Boot zu bezwingen, allen voran patriotisch gesinnte Chinesen, die den ausländischen Teams zuvor kommen wollten. Viele von ihnen lassen dabei ihr Leben, weil sie - übereilt, schlecht ausgerüstet und viel zu unerfahren - die Gefahren eines solchen Unterfangens völlig unterschätzen. Doch noch ein zweiter amerikanischer Konkurrent tritt in den Wettlauf ein, der dank guten chinesischen Beziehungen und der finanziellen Unterstützung einer amerikanischen Fernsehgesellschaft bereits im Herbst 1986 Vorbereitungen zur Erstbefahrung trifft. Und so beginnt ein dramatischer und letztlich fragwürdiger Wettlauf zwischen all den Teams, wer sich welchen Teil des Ruhms sichern kann ... |
| . | Publikation: | ● |
Riding the Dragon's Back. The Race to Raft the Upper Yangtze. |
. |
| 1987 | erhält Éric Meyer (*1949; biografische Angaben) als erster unabhängiger französischer Korrespondent die Erlaubnis, sich dauerhaft in Beijing niederzulassen. China wird sein zentrales Thema, dem er sich dort bis heute als Rundfunkjournalist widmet. |
| . | Publikation: | ● |
Robinson à Pékin. Les tribulations d'un journaliste français en Chine. Chroniques, 1987-1991. |
. |
| . | Éric Meyer Éditions Robert Laffont, S.A., Paris 2005 238 Seiten ISBN 2-221-10371-8 [Das Buch bietet kurze Berichte in Form von Tagebuchskizzen aus der Zeit 1987-91. Der Buchuntertitel parodiert ein Werk Jules Vernes: "Les tribulations d'un chinois en Chine".] |
|
| 1987 | macht sich Peter Hinze (*1959; biografische Angaben) zum zweiten Mal auf den Weg nach Lhasa. Diesmal von Xining aus, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Qinghai. Sechs Tage und rund 2.000 Kilometer dauert die Fahrt mit dem Lkw durch das tibetische Hochland, über Golmud [Ge'ermu] und Nagqu. In der tibetischen Hauptstadt schließt er Freundschaft mit einem Mönch des Jokhang Tempels und erfährt so aus erster Hand von den verdeckten chinesischen Repressionen. Hinze beobachtet die Situation in Lhasa aufmerksam, besucht das im Wiederaufbau befindliche Kloster Ganden und wird bei seiner Abreise im September gebeten, einen Hilferuf an die Vereinten Nationen zu übermitteln. Am 1. Oktober, dem Nationalfeiertag Chinas, kommt es zu Demonstrationen in Lhasa, die zu zahlreichen Verhaftungen von tibetischen Mönchen führen, darunter auch Hinzes Vertrauensmann. Am 25. Oktober übergibt Peter Hinze den Brief der Jokhang-Mönche vor dem Gebäude der Vereinten Nationen an eine Mitarbeiterin der UN-Menschenrechtskommission. |
| . | Publikation: | ● | A* |
| 1987 | entschließt sich die deutsche Sinologin Angela Kahl (*1961; biografische Angaben), von Chengdu aus, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan, auf verbotenen Wegen nach Lhasa zu reisen. Die chinesischen Behörden haben die Reisegenehmigungen zur tibetischen Hauptstadt auf einen Direktflug sowie eine Busverbindung über Golmud [Ge'ermu] in der Provinz Qingjiang eingeschränkt. Doch den Abschluss ihrer zehnmonatigen Chinareise hat sich die couragierte Sinologin anders vorgestellt. Mit einem Reisegefährten und dank guter Sprachkenntnisse gelingt ihr nach mehreren vergeblichen Startversuchen die Mitfahrmöglichkeit auf der Ladefläche eines Lastwagens. Es wird eine abenteuerliche Reise mit allem, was die wilde osttibetische Region Kham zu bieten hat: einfachsten Unterkünfte, unklaren Verkehrsverbindungen, Polizeikontrollen, Missverständnissen, betrunkenen Fahrern, Fahrzeugpannen, von Erdrutsch blockierten Gebirgsstraßen und weggeschwemmten Straßenbrücken. Mal zu Fuß, per Bus, per Jeep, per Lkw. Das Ganze 10 Tage lang über Markham, Gartar, Derge, Qamdo und Tangmai, mit dem kalten Hochgebirgswind im Gesicht. Doch ihre Reiselust ist ungebrochen. In Lhasa fasst sie den Entschluss, mit dem Fahrrad über den Himalaya nach Kathmandu in Nepal zu fahren. Ein mutiger Entschluss, da ihr hierfür nur einfache Fahrräder chinesischer Fabrikation zur Verfügung stehen. Auch dieser Reiseabschnitt gerät wieder zum anstrengenden Kampf, diesmal gegen widrige Wetterverhältnisse, die extreme Höhe und mehrmalige Erkrankungen. Über Gyanze, Xigaze, Lhaze und Tingri erreicht sie schließlich den Grenzort Kasa [Zhangmu]. |
| . | Publikation: | ● | . |
| 1987 | erfüllt sich der
kanadische Schriftsteller George Woodcock
(*1912, |
| . | Publikation: | ● | . |
| . |
![]() |
George Woodcock Douglas & McIntyre Ltd., Vancouver 1988 Mit 25 Abbildungen. 201 Seiten ISBN 0-88894-619-8 |
|
| 1987 | startet der österreichische Abenteurer und Weltreisende Bruno Baumann (*1955; biografische Angaben) mit Freunden zu seiner umfangreichsten Tibet-China-Reise. Der Start erfolgt von Kathmandu aus per Bus nach Lhasa. Dort organisiert er eine private Fahrt auf einem gemieteten Lkw zum Berg Kailas im Westen Tibets. Nach einer Berg-Umrundung zieht er weiter nach Westen und besteigt einen Nebengipfel des Muztagata ("Vater der Eisberge") im Pamir, dem westlichsten Grenzgebirge der chinesischen Provinz Xinjiang zu Tadschikistan. Nach einer Ruhepause in Kaxgar erfolgt die Rückreise per Bus nördlich der Wüste Takla Makan über Korla [Ku'erle], Kutscha und Turpan nach Daheyon. Die Höhlentempel von Dunhuang werden besucht und dann beginnt die lange Heimreise mit der Eisenbahn über Xian und Beijing durch Sibirien nach München. |
| . | Publikation: | ● | A* |
| . |
![]() |
Bruno Baumann Verlag Styria, Graz/Wien/Köln 1988 Mit 25 Abbildungen und 4 Karten. 230 Seiten ISBN 3-222-11848-5 [In diesem Buch fasst Baumann die Reisen dreier Jahre im tibetischen Kulturkreis zu einer Gesamtschilderung zusammen: => 1985 in Ost-Amdo, => 1986 von Xining nach Lhasa und 1987 seine Durchquerung Südtibets von Ost nach West mit Rückreise durch Xinjiang.] |
|
| 1987 |
fliegt der Franzose Jacques Lanzmann (*1927; |
| . | Publikation: | ● |
|
| . |
![]() |
Jacques Lanzmann Éditions du Chêne, Paris 1988 Mit zahlreichen großformatigen Abbildungen und einer Karte. 158 Seiten ISBN 2-85108-537-9 |
. |
| 1987 | haben Michaela und Thomas Wahl bereits etliche Reisen in Ostasien hinter sich, als sie von der Möglichkeit hören, nun endlich auch als Individualreisende über Kathmandu nach Tibet einreisen zu können. Im September befinden sie sich mit ihren Rucksäcken schon auf dem Weg von der nepalesischen Hauptstadt nach Zhangmu, dem tibetischen Grenzort im Himalaya. Ihre Reise steht unter einem glücklichen Stern: Drei Mal gelingt es ihnen, die sonst immer nur schwer beschaffbaren Reisebewilligungen von den chinesischen Behörden ausgestellt zu bekommen, darunter sogar solche durch für Touristen gesperrte Gebiete. In Lhasa organisieren sie eine Fahrt mit zwei Lastwagen westwärts am Tsangpo entlang über die Klosterstädte Xigaze, Gyangze und Sakya zum Berg Kailas, wobei sie einen Umweg über die Nordroute nehmen müssen. Nach einer Umrundung des buddhistischen Heiligtums und mehreren Tagen Aufenthalt am See Manasarovar reisen sie weiter nach Westen Richtung Xinjiang. Die Oasenstadt Kaxgar, am Rande der Wüste Takla Makan ist ihr Endziel, bevor nach einigen Tagen Aufenthalt die Rückreise über den Karakorum-Pass südwärts nach Pakistan erfolgt. Auch das nochmals eine ebenso abenteuerliche Reise, wie zuvor die 3.000 Kilometer quer durch Tibet. |
| . | Publikation: | ● |
Kathmandu Kailas Karakorum. Auf eigene Faust durch Tibet nach Pakistan. |
A* |
| . |
![]() |
Michaela und Thomas Wahl Verlag Hermann Schmidt, Mainz 1988 Mit zahlreichen Abbildungen und einer Karte. 175 Seiten ISBN 3-87439-181-7 [Ein authentischer und ungeschminkter Reisebericht.] |
|
| 1987 | nimmt Carola Roth-Rasch (*1916) von August bis September an einer klassischen zweiwöchigen Touristenreise durch China teil. Stationen sind Beijing, Xian, Nanjing, Suzhou, Shanghai, Guilin und Guangzhou. |
| . | Publikation: | ● |
|
|
1988 Am 16. Juli besucht Bundeskanzler Helmut Kohl als erster westlicher Regierungschef im Rahmen eines offiziellen China-Besuchs auch Tibet. bei den Tibetern weckt dies Hoffnungen auf internationale Aufmerksamkeit. Amnesty International kritisiert hingegen, dass der Besuch, welcher unkritisch und rein als privates Sightseeing des Kanzlers gehandhabt wird, eher die chinesische Politik und Regierung sanktioniert. Am 8. Oktober schließen Beijing und Berlin eine chinesisch-deutsche Städtepartnerschaft. |
| 1988 | ist die Berlinerin Hildegard Schütze wieder unter den Ersten, als die Liberalisierung des chinesischen Reiseverkehrs den Abschnitt der alten Seidenstrasse südlich der Takla-Makan-Wüste für organisierte Reisen freigibt. Von Islamabad in Pakistan startet die Reisegruppe im Juli zur vierwöchigen Fahrt, die einer Expedition ins Unbekannte gleichkommt. Über den Khunjerab-Pass geht es von Pakistan aus zuerst auf dem Karakorum-Highway vorbei an Taxkorgan nach Kaxgar und von dort aus in den Süden der Provinz Xinjiang. Unter fachkundiger Führung werden die Oasen- und Ruinenstädte am Rande der großen Wüste besucht: Yarkant, Hotan, Keriya [Yutian], Tschertschen und der Lop Nor - Namen, die sich in Deutschland durch Sven Hedins frühe Schriften vor 80 Jahren eingeprägt haben. Korla, Turfan [Turpan], Bäzäklik [Bozikelike] und Dunhuang bilden dann die weiteren Reiseetappen auf dem östlichen Abschnitt der Seidenstraße. Xian und Beijing bilden den Abschluss der gewaltigen Exkursion. |
| . | Publikation: | ● |
Spuren der Seidenstrasse. Rund um die Taklamakan und entlang der Grossen Mauer. |
. |
| . |
![]() |
Hildegard Schütze Verlag Karl-Robert Schütze, Berlin 1990 Mit zahlreichen Abbildungen und Karten. 266 Seiten |
|
| 1988 | entscheidet sich die
englische Fernsehjournalistin Vanya Kewley (biografische
Angaben) zu einem gefährlichen
Unternehmen: Sie will über die chinesische Gewaltherrschaft in Tibet
berichten - und das illegal mit einem Filmteam direkt vor Ort. Im Vorfeld
organisiert sie Kontakte zur tibetischen Widerstandsbewegung, rekrutiert
Exiltibeter als Reisebegleiter und Dolmetscher und besorgt sich die kleinste
verfügbare Profi-Filmkamera. Über verschiedene offizielle Reisegruppen
buchen die Expeditionsteilnehmer getrennt ihre Einreisevisa und treffen sich
im westchinesischen Chengdu. Doch alles entwickelt sich viel schwieriger als
gedacht. In einer Atmosphäre von mangelhaften Informationen, Geheimhaltung,
chinesischen Kontrollen und Misstrauen scheitern die ersten Vorstöße ins
Landesinnere. Kewley entschließt sich zuletzt, ohne die Filmassistenten
alleinverantwortlich mit ihren tibetischen Begleitern und ohne die offiziell
benötigten Reisepapiere ins tibetische Hochland aufzubrechen. Es wird eine
extrem strapaziöse Fahrt unter höchster nervlicher Belastung. Durch
tibetische Kontakte interviewt sie von den Chinesen langjährig inhaftierte
Mönche, vergewaltigte Nonnen und Zwangssterilisierte, durchfährt das
gesperrte Nuklearforschungsgebiet Nagchu und berichtet von der
systematischen Plünderung und Zerstörung der tibetischen Klöster. Sie geht
Berichten über den Raubbau der tibetischen Bodenschätze und den Genozid an
der tibetischen Bevölkerung nach und ist sich bewusst: Sollte sie mit diesem
Filmmaterial in eine chinesische Kontrolle geraten oder ihre Recherche von
Kollaborateuren verraten werden, so droht ihr nicht nur Verhaftung sondern
vielmehr das Verschwinden in chinesischen Untersuchungsgefängnissen auf
unbestimmte Zeit. In ständiger Unsicherheit durchquert Sie im Landrover vier
Wochen lang den Osten Tibets, in einem weiten Bogen über Chamdo, Batang,
Litang, Xining und Golmud [Ge'ermu]. Abschließend gelingt es ihr noch, das
starke chinesische Militäraufgebot in Lhasa zu filmen, wo Unruhen am 1.
Oktober, dem Nationalfeiertag Chinas, unterdrückt werden sollen. Ganze
Klosteranlagen werden dazu von Militär umstellt - und die offiziellen
chinesischen Presseberichte damit Lügen gestraft, die von einem "befriedeten
Tibet mit zufriedenen Tibetern" berichten. In allerletzter Minute gelingt
ihr die Ausreise nach Nepal. |
| . | Publikation: | ● | . |
| 1988 | muss Peter Hinze (*1959; biografische Angaben) zweimal Anlauf nehmen, um nach Lhasa zu gelangen: Trotz gültigem Einreisevisum bleiben die chinesischen Grenzen im Frühjahr wegen erneuter Unruhen geschlossen, erst auf Umwegen gelingt ihm im Juni schließlich ein kurzer Besuch in der tibetischen Hauptstadt. Seine geführten Gespräche bestätigen die Berichte von Verfolgungen und Misshandlungen an Mönchen seitens der chinesischen Polizei. |
| . | Publikation: | ● | A* |
| . | Peter Hinze Edition Hinze, München 1988 Mit zahlreichen Abbildungen, einer original tibetischen Gebetsfahne, einem original tibetischen und Buchseite. 240 Seiten ISBN:3-9801939-0-X [Die mit schönen Fotos reich illustrierte Broschüre beinhaltet auch Hinzes Reiseberichte nach Tibet aus den Vorjahren 1982 und 1987. Als bibliophile Besonderheit ist jedem Buch eine in Lhasa gedruckte Gebetsfahne und eine tibetische Buchseite im Holztafeldruck beigefügt.] |
|
| 1988 | reist die in Kathmandu lebende amerikanische Schriftstellerin Kerry Moran (biografische Angaben) mit dem Fotografen Russell Johnson (*1949; biografische Angaben) zum heiligen tibetischen Berg Kailas. |
| . | Publikation: | ● |
|
| . | ![]() |
(Amerikanische Erstausgabe:) Kerry Moran / Russell Johnson Park Street Press, Rochester/Vermont 1989 Mit 116 Abbildungen und einer Karte. 128 Seiten ISBN: 0-89281-325-3 (Englische Erstausgabe:) Kailas. On pilgrimage to the sacred mountain of Tibet. Thames & Hudson Ltd., London 1989 Mit 116 Abbildungen und einer Karte. 128 Seiten ISBN: 0-50054151-5 (Deutsche Erstausgabe:) Kailas. Auf Pilgerfahrt zum heiligen Berg Tibets. Verlag J. Berg, München 1990 Mit 116 Abbildungen und einer Karte. 128 Seiten ISBN: 3-7634-1020-1 [Mit ausgesprochen schönen Aufnahmen reich illustriert.] |
|
| 1988 | reist die Deutsche Gabi Schick (*1959; biografische Angaben) durch Ostasien und besucht dabei auch China und Tibet. |
| . | Publikation: | ● |
Vom Südchinesischen Meer ins Tibetische Hochland. Eine alleinreisende Frau erzählt. |
|
| . |
![]() |
Gabi Schick Éditions trèves, Trier 1990 Mit mehreren Abbildungen und drei Karten. 132 Seiten ISBN 3-88081-266-7 |
|
| 1988 |
begibt sich der französische Sinologe
Jean Chesneaux
(*1922, |
| . | Publikation: | ● |
|
| . |
![]() |
Jean Chesneaux La Quinzaine Littéraire, Paris 1999 Mit mehreren Abbildungen und Karten. 268 Seiten ISBN 2-910491-09-9 |
|
| 1988 1989, |
ist der Amerikaner
Fergus M. Bordewich
(biografische
Angaben) von Pakistan aus auf dem Weg in
die westchinesische
Provinz Xinjiang, nach Kaxgar. "I might have flown
from New York to Beijing in twenty-two hours, or from Hong Kong in four. But
the speed of air travel fused distant places, blurred distinctions. I wanted
to approach the Chinese heartland more slowly; I wanted to feel China coming
gradually into focus, the way travelers had in earlier times as they crossed
the Karakorums and the two tousand miles of desert that lay between them and
the terminus of the old silk road at Xian." Schon mehrere Jahre trägt
sich der Journalist mit dem Gedanken, zu prüfen, ob er mit seinen
Vorstellungen von China nicht einer allzu verklärten Romantik nachhängt. Nun
nimmt er sich Zeit für eine mehrmonatige Reise, die ihn über Dunhuang nach
Lanzhou, Xian und Chengdu bis nach Chongqing führt. Dort befährt er den
Yangzi stromab bis Wuhan, besucht Kaifeng in der chinesischen
Provinz Henan,
das Grab des Konfuzius in Qufu, die Gärten von
Suzhou sowie die Insel
Putuoshan vor der Küste von
Shanghai. Den Abschluss seiner Reise bildet
Beijing zu Chinesisch Neujahr |
| . | Publikation: | ● | . |
| . |
![]() |
Fergus M. Bordewich GaftonBooks; HarperCollinsPublishers, London 1991 Mit einer Karte. 305 Seiten ISBN 0-246-13865-3 |
|
| 1988 - 92 | verbringt der Engländer Alec Le Sueur (*1963; biografische Angaben) freiwillig fünf Jahre im erst kurz zuvor eröffneten Holiday Inn Hotel in Lhasa. 'Freiwillig' deshalb, weil sowohl die Verhältnisse in Tibet wie auch die neu nach Lhasa verpflanzte Hotellerie einen Härtefall darstellen, der mit ausländischem Personal nicht so leicht zu besetzen ist. Zudem handelt es sich beim Holiday Inn Lhasa um ein chinesisch-englisches Joint Venture, das in der Zusammenarbeit erhebliche Probleme aufweist. Als neuer Marketing-Manager beobachtet Le Sueur die chaotischen Verhältnisse vor Ort mit ungläubigem Staunen und verliert schnell alle westlich-verklärten Vorstellungen. |
| . | Publikation: | ● |
Running a Hotel on the Roof of the World. Five Years in Tibet. |
|
| . |
![]() |
Alec Le Sueur Summersdale Publishers Ltd., London 1998 256 Seiten ISBN 1-87347593-4 (Deutsche Erstausgabe:) Das Hotel auf dem Dach der Welt. Meine Jahre in Lhasa. Frederking & Thaler Verlag GmbH, München 2006 Mit 15 Abbildungen. 334 Seiten ISBN 3-89405-265-1 [Ein recht locker geschriebenes Buch sowohl über die Verhältnisse im Hotelwesen wie auch im Hinblick auf die Situation in Tibet. Tibet-Fans ohne Erfahrung vor Ort dürften die schnodderige Schilderung für oberflächlich und und eher peinlich halten, während Old Tibet Hands wohl zustimmend nicken werden ...] |
|
|
1989 Nach dem Tod des als liberal einzustufenden Politikers Hu Yaobang am 15. April formiert sich in Beijing eine studentische Demokratiebewegung, die als friedliche Demonstration auf dem Platz vor dem Tiananmen ("Tor des himmlischen Friedens") beginnt und in den folgenden Wochen zu einer der größten und tragischsten Bürgerkundgebungen in der Geschichte der kommunistischen Volksrepublik anwächst (Tian'anmen-Massaker). Nachdem sich im Laufe des Mai auch Teile der Bevölkerung und sogar Armee-Einheiten mit den friedlichen Demonstranten solidarisieren, wird die Situation für die Staatsmacht immer unübersichtlicher. Trotz der Anwesenheit internationaler Pressevertreter und einer weltweit großen Aufmerksamkeit entschließt sich die Staatsführung zum militärischen Eingreifen und löst die Kundgebung in der Nacht vom 3. auf den 4. Juni gewaltsam auf. Schätzungsweise 3.000 Menschen werden dabei getötet. Das martialische Vorgehen wird mit "konterrevolutionären, staatsfeindlichen Bestrebungen" gerechtfertigt und im offiziellen Sprachgebrauch nur als "Zwischenfall vom 4. Juni" bezeichnet. Da sich der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas, Zhao Ziyang vermittelnd für die Studenten eingesetzt hatte, muss er nach der gewaltsamen Niederschlagung alle Ämter räumen und wird auf Lebenszeit unter Hausarrest gestellt! Nachfolger im Parteivorsitz wird der ebenfalls gemäßigte Jiang Zemin. Das seit 1988 von der chinesischen Regierung über Tibet verhängte Einreiseverbot für Touristen wird am 22. Juni wieder aufgehoben, da die ausbleibenden Devisen zu großen finanziellen Einbußen führen. China legt für Visa jedoch strikte Regeln fest: Es dürfen nur Gruppen einreisen, keine Einzelreisende; jede Gruppe wird von einem chinesischen Führer geleitet; besucht werden darf nur Lhasa und Umgebung; jede Kontaktaufnahme zu Tibetern ist verboten, Touristen dürfen nicht einmal in tibetischen Restaurants essen oder in tibetischen Unterkünften übernachten. |
| 1989 | erhält der österreichische Abenteurer und Weltreisende Bruno Baumann (*1955; biografische Angaben) von den chinesischen Behörden endlich die Erlaubnis, Teile der Wüste Takla Makan in der westchinesischen Provinz Xinjiang mit einer Kamelkarawane durchqueren zu dürfen. Lange hat er sich um diese Genehmigung bemüht und reist nun von Pakistan aus über den Khunjab-Pass und Taschkurgan [Shitou cheng yizhi] zur Provinzhauptstadt Kaxgar. Dort trifft er die nötigen Vorbereitungen, um von der Oasenstadt Kerija [Yutia Xian], am südlichen Rand der Takla Makan, nach Norden entlang des Kerija-darja starten zu können. Baumann folgt damit den Reisewegen früherer Forscher wie Sven Hedin und Aurel Stein, hat aber auch unter deren schlechtem Ruf zu leiden: Die chinesischen Behörden geben Baumann Aufpasser mit, die die Expedition stark reglementieren und das mitreisende ZDF-Filmteam sogar zur Aufgabe der Dreharbeiten bringen. Insgesamt 23 Tage kämpft sich die Expedition durch die größte Wüste der Welt; von Daheyen und der Ruinenstadt Kara-dong geht es - immer auf der Suche nach Wasserstellen - nach Westen zum ausgetrockneten Lauf des Khotan-darja und dem Mazar-tagh-Gebirge. |
| . | Publikation: | ● |
|
| . |
![]() |
Bruno Baumann F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, München 1990 Mit zahlreichen großformatigen Fotografien und 2 Karten. 208 Seiten ISBN 3-7766-1571-0 |
. |
| 1989 | trifft der in Beijing studierende Engelbert Boos (*1955) letzte Vorbereitungen für ein schier unglaubliches Vorhaben: der Fahrt mit einem Motorrad von Chinas Hauptstadt zurück in die Heimat nach München. Das Unglaubliche liegt dabei weniger in der Überwindung von rund 13.000 Kilometer durch das denkbar unwegsamste und verkehrstechnisch schwierigste Gebiet Zentralasiens, als vielmehr an dem von ihm gewählten Motorrad: einem fabrikneuen chinesischen Nachbau des alten deutschen BMW-Wehrmachtsgespannes R71 aus den Jahren 1938-41, einem 750 cm² Motorrad mit Beiwagen. Bereits die einfache Inbetriebnahme dieses Gefährts wartet mit allen Schwierigkeiten auf, die chinesische Produktion zu bieten hat. Nach etlichen Vorbereitungen startet Boos trotzdem voller Zuversicht mit seinem Beifahrer (und vielen Ersatzteilen) am 22. April vor der Qinghua Universität in Beijing. Und Zuversicht ist nötig, denn er besitzt nicht die offiziell nötige Reiseerlaubnis. Außerdem hat sich sein Kenntnisstand hinsichtlich der Schwachstellen des chinesischen Motorrades zwar wesentlich erweitert, doch die eigentlichen Schwierigkeiten liegen in den rauen Schotterpisten, unwegsamen Wüstengebieten, sporadischen Tankstellen, amtlichen Kontrollpunkten sowie all den anderen Unwägbarkeiten entlang der Strecke im fernen Zentralasien. Über Taiyuan, Yan'an, Lanzhou, Hami und Turpan arbeiten sie sich unter extremen Bedingungen in die westchinesische Wüstenprovinz Xinjiang vor, werden kurz vor dem Ziel von verunsicherten chinesischen Polizisten angehalten, schmuggeln ihr Motorrad auf einem Kohlentransporter an den Kontrollen vorbei und werden schließlich nur durch die weite Entfernung von Beijing vom Scheitern der Ausreise über den Karakorum-Pass nach Pakistan verschont, als in der Hauptstadt Panzer gegen Studenten auf dem Tiananmen-Platz auffahren. |
| . | Publikation: | ● |
|
| 1989 | reist die in Amerika tätige deutsche Archäologin Christa Paula (*1959) im September von Pakistan aus mit dem Landrover über den Khunjerab-Pass nach Xinjiang ein. Um die fachliche Theorie nicht allzu grau werden zu lassen, möchte sie hier, in Chinas Wüstenprovinz, eine der antiken Oasenstädte der südlichen Seidenstraße aufsuchen, die Ruinen von Milan. Doch das erweist sich weit schwieriger als gedacht. Im ersten Anlauf scheitert sie daran, dass Milan im für Ausländer gesperrten Gebiet der südlichen Takla Makan Wüste liegt, unweit von Chinas Atomwaffentestgelände. In Korla [Ku'erle] wird ihr somit die Reisebewilligung verweigert. Zurück in Kaxgar lernt sie einen jungen Chinesen kennen, mit dem sie die illegale Einreise in das Sperrgebiet entlang der südlichen Wegroute über Hotan und Qarkilik [Ruoqiang] wagt. Doch auch hier wird sie kurz vor Milan von chinesischen Sicherheitskräften angehalten und arrestiert. Die Archäologin lernt die Schattenseiten des Reisens im kommunistischen Outback kennen. Mit ihrem Begleiter setzt sie sich heimlich ab und nutzt das illegale Mitfahren auf Transport-Lkws durch die abgeschiedenen Weiten von Xinjiang. Eine deprimierende und lähmende Reise beginnt, immer auf der Hut vor den chinesischen Sicherheitskräften, von mürrischen Hotelmitarbeitern beargwöhnt und stets mit neugierigen Blicken der Bevölkerung verfolgt. Über Dunhuang, Turpan und Urumqi wagt sie einen letzten Versuch und kann einen alten Lkw auftreiben, der sie auf Schleichwegen für einen Tag nach Milan fährt. Zehn Stunden hat sie somit Zeit, sich in der alten Ruinenstadt umzusehen, ein Pyrrhus-Sieg nach drei Monaten Odyssee. |
| . | Publikation: | ● |
|
| . |
![]() |
Christa Paula Harper Collins Publishers, London 1994 Mit 33 Farbaufnahmen und drei Karten. 278 Seiten ISBN 0-00-255124-1 [Eindringliche Schilderung der Reisesituation in Chinas 'Wildem Westen' nach dem Tiananmen-Massaker. Eine abenteuerliche, nervenaufreibende und chaotische Reise. Couragiert, authentisch und lesenswert.] |
. |
| 1989 | ist der deutsche Schriftsteller Dieter Lohr (*1965; biografische Angaben) gerade in Beijing, als die Studentenproteste eskalieren. Trotzdem kann er seine mehrmonatige Reise durch China fortsetzen und Qingdao, Qufu und den Yangzi stromauf bis Chongqing befahren, dann über Chengdu und Xian in Jiayuguan das Ende der Großen Mauer erreichen und schließlich über Turpan und Kaxgar in der westchinesischen Provinz Xinjiang den Karakorum Highway zur Ausreise nach Pakistan nehmen. |
| . | Publikation: | ● |
|
| . |
![]() |
Dieter Lohr Der andere Verlag, Bad Iburg 1999 Mit 15 Zeichnungen. 165 Seiten ISBN 3-934366-01-5 |
. |
| 1989 | erhält ein französisches Filmteam von sieben Frauen trotz der Studentenunruhen die Erlaubnis, im unwegsamen Osttibet eine Reise-Dokumentation auf den Spuren der Tibet-Forscherin Alexandra David-Néel zu erstellen. Unter Leitung von Marie Jaoul de Poncheville startet die Crew in Chengdu, Hauptstadt der Provinz Sichuan, mit chinesischen Dolmetschern und Fahrern. In einer weiten Schleife durch das tibetisch-chinesische Grenzgebiet soll ihr Weg über Dartsedo [Kangding], Derge [Dege] und Jyekundo [Gyegu] zum Amnye Machen Gebirge führen, von dort weiter zum Seegebiet des Koko Nor und über Lanzhou und das Kloster Labrang wieder südwärts zurück. Die aus weiter Ferne nur grob geplante Reiseroute erweist sich schnell als Tour de force - sowohl für die Fahrzeuge wie auch für die Psyche aller Reiseteilnehmer. Vom unwegsamen gebirgigen Gelände anfangs aufgehalten, dann von der chinesischen Bürokratie immer wieder behindert und schließlich von unwilligen chinesischen Helfern absichtlich boykottiert, wird die dreimonatige Drehzeit zu einer harten Belastungsprüfung. Zuletzt führen politische Querelen fast zur Beschlagnahmung des gesamten Filmmaterials, das später jedoch im französischen Fernsehen als Lung Ta, les cavaliers du vent gesendet wird. |
| . | Publikation: | ● |
Sept femmes au Tibet. Sur Les Traces D'Alexandra David-Néel. Voyage au Tibet Oriental. |
|
| . |
![]() |
Marie-Jaoul de Poncheville Editions Albin Michel S. A., Paris 1990 Illustriert. 249 Seiten ISBN 2-22604106-0 (Deutsche Erstausgabe:) Sieben Frauen in Tibet. Auf den Spuren von Alexandra David-Néel. VGS Verlagsanstalt, Köln 1991 Mit 40 Abbildungen und 3 Karten. 304 Seiten ISBN 3-8025-2203-6 [Eine aus der Ferne entworfene Reiseidee, die fast an der rauen chinesisch-tibetischen Realität vor Ort scheitert. Zudem das Psychogramm einer Reisegruppe vor dem Hintergrund der "Revolution der Frauen" Ende der 80er Jahre.] |
|